Archive for the 'Allgemein' Category

Plastische Chirurgie Erfahrungsberichte & Tagebücher

Donnerstag, Januar 1st, 1970

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Wann zahlt die Krankenkasse bei Schönheitsoperationen

Montag, März 12th, 2007

Die Entscheidung einer Kostenübernahme liegt beim Medizinischen Dienst der Kassen und nicht beim Arzt. 

Generell hat eine Kostenübernahme nur dann eine gute Chance, wenn eine gesundheitliche bzw. hygenische Einschränkung besteht. Beispiele hierfür sind:

- Tumore
- Krebs
- Wirbelsäulenverkrümmung
- Entzündungen
- Starken allergischen Reaktionen
- Hautekzeme
- Entstellung bei Brand-/Unfallopfern
- Missbildung
- Kinder mit stark abstehenden Ohren
- Einschränkungen der Sinnesorgane

(Vorhersehbare) funktionale Einschränkungen z.B. im Gesichtsbereich verursacht durch Unfall, Krankheit oder (genetischer) Missbildung werden ebenfalls in den meisten Fällen von den Krankenkassen gezahlt.

Nur in Ausnahmefällen stellen psychologische Gründe die Basis für eine Kostenübernahme durch Krankenkassen, dar, selbst wenn dadurch zum einen Kosten für psychologische Betreuung des Patienten und verbesserte Lebensumstände dafür sprechen würden.

Zudem gibt es positive Entscheidungen seitens der Kassen für eine medizinisch notwendige plastische Operation, wobei dann aber notwendige Nachbesserungoperationen nach einem gewissen Zeitraum nicht mehr gezahlt werden, sofern nicht aktuell gesundheitliche Probleme bestehen. Beispiel Brustreduktion mit Implantaten, die nach einigen Jahren wieder ausgetauscht werden müssen.

Als Alternative gibt es Teilzahlungsmodelle. Dabei übernimmt die Krankenkasse den grossen Teil der medizinisch indizierten Operation und lediglich der kosmetische Part wird vom Patienten übernommen. Typische Besipiele sind hier Fettschürzenreduktion mit Entzündungen oder ästhetische Nasenkorrekturen mit einer Nasenscheidewandbegradigung.

Dominik Soehnke

Chronologie des Schönheitsideals der weiblichen Brust

Sonntag, Januar 21st, 2007

1935:
Medizinische Fachzeitschriften thematisierten das Problem erschlaffender Brüsste bereits vor dem 2ten Weltkrieg. So wurden hier skurile Methoden wie die Injektion von Paraffin oder Glaskugelimplantaten vorgeschlagen. Teilweise gab es auch Vorschläge zur Brustrekonstruktion mit Eigenfett aus dem Hüftbereich, das aber nach ersten Erfahrungen als kritisch erachtet wurde, da dass implantierte Fett vom Körper zunehmend resorbiert wird und auch zu Infektionen führen könnte.

1947:
In den USA stieg nach dem 2ten Weltkrieg die Anzahl der Plastischen Chirurgen, sicher auch durch Erfahrungen aus der rekonstruktiven Chirurgie von Kriegsopfern. Erste öffentliche Themen zu perfekt bzw. abnorm geformten Brüssten führten zu Begriffen wie Hypomastie, die die physische Individualität der einzelnen Frauen in ein schlechtes Licht rückte. Es entstanden psychologische Komplexe der Weiblichkeit, die zu Depressionen, Psychosen, Ausgrenzung und auch Selbstmord führten.  So entstand in den 50er Jahren der spitze Büstenhalter (Erster moderner Büstenhalter 1889 von Herminie Cadolle patentiert) um körperliche Reize überproportioniert zu skizzieren.

1950-1960:
Die Pharmaindustrie suchte den Bedarf der Plastischen Chirurgen für Implantate mit verschiedenen syntetischen Stoffen wie Polyurethane, Polyäthylene Teflon u.a. zu befriedigen. Die anfangs durchaus guten Ergebnisse der Brustvergrösserungen bzw. Brustrekonstruktionen führten zu einer immer grösseren Popularität. Allerdings zeigten sich die verschiedene Probleme mit den Implaten erst nach einigen Jahren. Die Implantate führten dazu, dass das fibröse Narbengewebe in die damaligen Implantate (meist Schwämme) einwuchs und somit in einer Verhärtung und Verkleinerung  resultierte.

1963:
Das perfekte Implantat sollte also nicht hart werden, leicht formbar, körperlich gut verträglich und belastbar gegen physische Einflüsse sein. 1963 wurde dann das Silikon-Gel-Brustimplantat als perfektes Material propagiert. Entwickelt wurde es in Texas vom Dow Corning Center for Medical Research in Zusammenarbeit mit Plastischen Chirurgen.
Das erste Implantat:
- Silikon-Gummibeutel
- Silikon-Gel-Füllung
- Eine Seite abgeflacht mit Dacron-Fasern, die andere Seite gewölbt

1970-1980:
Grösse und Form der Implantate wurden verbessert, die Dacron-Schicht abgeschafft. Trotz allen Anstrengungen der Pharmaindustrie die Implantate zu optimieren kam es weiterhin zu Verhärtungen des Bindegewebes, der Bindegewebskapsel und  zu Kapselkontraktionen. Daurch folgten Implantate mit Füllungen aus Kochsalzlösung oder Polyurethane-Schaum, die zwar die Verhärtungen milderten aber dafür andere Probleme verursachten. Mit der zunehmend stärkeren Rolle der Frau in der Gesellschaft änderte sich auch die Wahrnehmung der Öffentlichkeit für die Beweggründe von Brustoperationen. Dahingehnde Wünsche wurden nicht mehr psychopathologisch begründet, sondern der basierten auf dem eigenständigen ästhetischen Verlangen der Frau, wenn auch beeinflusst durch die Medien.

1990-heute:
Die Plastische Chirurgie erfreut sich, mit dem zunehmenden Perfektionismus des Körperbewusstsein, stetig steigender Zahlen. Es gibt nun den geschützen Titel ”Facharzt/ Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie”, der einen gewissen Erfahrungsschatz des Arztes belegt, nachdem viele, teilweise unqualifizierte, Ärzte und Mediziner sich dem ertragsreichen Geschäft zugewandt haben. Die Pharmaindustrie entwickelt vielfältig in diesem Bereich weiter und mittlerweile gibt es Klinikverbunde, die sich ausschliesslich der Plastischen Chirurgie verschrieben haben.

elke danner

Dehydroepiandrosteron (DHEA) Antiaging

Sonntag, November 26th, 2006

DEHA ist das am häufigsten vorkommende Hormon im Menschen und ist die ist die Vorstufe für sowohl für männliche Hormone Androgene als auch für weibliche Hormone Östrogene. Ebenso wie Andosteron ist es eine der metabolischen Zwischenstufen des Testosteron und wird auch als Mutterhormon bezeichnet.

Die Produktion an DHEA erreicht ihren Höhepunkt im Alter von etwa 25 Jahren und geht dann ständig zurück. Männer haben eine etwas höhere DHEA-Werte als Frauen.

Aktuellen Studien zufolge ist die Wirksamkeit des Produkt in Bezug auf Antiaging-Effekte (Glucosetoleranz, Fettgewebe…) nicht nachweisbar. Lediglich wurde eine erhöhte Knochendichte nachgewiesen, die aber auch mit einer anderen hormonellen Behandlung erzielt worden wäre.

B.B.