Magenballon als letzte Lösung vor der OP

Ein grosser Teil der Bevölkerung der Industrieländer leidet unter Übergewicht bis hin zur Fettsucht (Adipostas). Zahlreiche Diäten gleichen die eigene Inkonsequenz eine Diät über einen längeren Zeitraum durchzuziehen nicht aus und führen zum sogenannten Jojo-Effekt.

Wer dieses Spielchen eine Weile getrieben hat und schön langsam verzweifelt sucht schnell nach radikaleren Methoden, die einen Rückfall für einen gewissen Zeitraum verhindern. Nächste Anlaufstation sind dann kleinere operative Eingriffe im kosmetischen oder  funktionalem Sinne.

Hier scheiden sich dann die Geister, denn schliesslich könnte man durch einen starken Willen durchaus mit diversen Diäten auskommen. Das Problem ist, in der Realität gestaltet sich das Vorhaben schwer. Da gibt es z.B. Einladungen, Feiertage und Urlaube, bei denen schnell dann die Ausrede gefunden ist, dass man sich der Allgemeinheit anpasst und das isst was angeboten wird. So können die Feiertage über Weihnachten dazu führen, dass eine mühsame monatelange Diät umsonst war.

Bei Kurzfristige Diäten leeren sich die Fettzellen nur und bauen sich beispielsweise erst durch Sport bzw. nach einigen Monaten ab. Somit wiegt man zwar weniger und hat auch ein schlankeres Erscheinungsbild, aber der Schein trügt. Die Fettzellen sind ja nicht weg, sondern nur ”leerer”. Sündigt man nun, füllen sich die Fettzellen wieder und der ganze Kreislauf beginnt von vorne.

Weiss man, dass man deutlich Rückfall gefährdet ist und genug von den Diäten hat, kann man sich auch für einen operativen Eingriff durch einen Plastischen Chirurgen (Fettabsaugung) oder einen Magenballon (nicht-chirurgisch) entscheiden.

Allerdings ist der Einsatz eines Magenballons auch zeitlich begrenzt und birgt Risiken:
- begrenzte Anwendungszeit
- Druckschäden und Geschwüre
- Grösseres Magenvolumen danach
- Darmverschluss
- Rückfallrisiko nach Anwendung

Ein Magenballon kann also maximal eine Unterstüzung zum Abnehmen für einige Monate darstellen. Auf jeden Fall ist der entscheidende Punkt eine dauerhafte Änderung der Ess- und Lebensgewohnheiten. Dies könnte durch ein paralelles Verhaltensmodifikationsprogramm funktioneren.

kim meinert

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