Natürlich gewachsene Brüste aus Bauchfett
Nach Medienberichten ist es einer kalifornischen Biotechfirma gelungen, aus Fett-Stammzellen neues Gewebe wachsen zu lassen. Der Mix aus Fettgewebe mit konzentrierten Stammzellen, beispielsweise in weibliche Brüste injiziert, solle die Produktion neuen Gewebes anregen.
Bisher unternommene Versuche, Brüste mit körpereigenen Fett aufzupolstern, waren gescheitert, da das Fett vom Körper resorbiert wurde. Plastische Chirurgien erhoffen sich eine nebenwirkungsarme Methode, um Patientinnen mit Brustkrebs zu helfen, warnen aber vor zuviel Euphorie. Erst müsse herausgefunden werden, wie die Zellen arbeiten, wenn sie in der Brust sind. Auch die Nachhaltigkeit der Behandlung und die Auswirkungen auf Frauen mit Tumorerkrankungen wurden noch nicht geprüft.
Die als “Celution” bezeichnete Behandlungsprozedur könnte nicht länger dauern als eine Stunde. Das verwendete Fett könnte aus Bauch, Gesäß oder Schenkel abgesaugt und die Stammzellen isoliert werden. Die gewonnenen Stammzellen würden eingespritzt. Innerhalb von sechs Monaten nach dem Eingriff könnte sich die Brust mit Gewebe füllen.
Die Methode wurde bisher an 19 japanischen Frauen getestet, die im Zuge ihrer Krebserkrankung die Brüste verloren hatten. Sie hätten gut auf die Behandlungen angesprochen. Nach weiteren Tests könnte die Therapie im kommenden Jahr in Europa eingeführt werden.