Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

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Hallo,

ich habe selbst noch keinen Brustkrebs, aber in meiner Familie hatten ganz viele Brustkrebs und 2 sind daran gestorben. Ich bin jetzt 24 und bin am überlegen, ob ich nicht einfach Implantate einsetzten kann und dann dem Krebs so keine Chance biete? Geht das oder ist das nur Geldmacherei der Ärzte?

Danke und Grüße
Natalie

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hi Natalie,

das so viele Brustkrebs in Deiner Familie haben tut mir leid. Das genetische Risiko für Brustkrebs ist aber sehr gering. Es kann auch nur ein Zufall sein, dass ihr mehr Fälle hattet als andere. Frauen bei denen Brustkrebs diagnostiziert wurde hatten unter 10% einen genetischen Hintergrund. Da kannst Du Dich vielleicht ein bisschen mehr entspannen.

Lass Dich doch dahingehend untersuchen und mache dann den nächsten Schritt. Wenn Du vorsichtig sein willst, würde ich Dir raten einen DNA Check machen zu lassen und dann dich einfach regelmässig untersuchen zu lassen. Ich glaube ab 30 kannst Du Dich jährlich auf Kassenleistung untersuchen lassen. So mache ich das :))

LG Jenna

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hi Natalie,

ich hatte dazu bereits Gespräche mit einer Krebsspezialistin. Die meinte, dass es verschiedene Faktoren gibt, die das Krebsrisiko begünstigen können. Echte Nachweise für die Ursache des Krebs gibt es laut ihr aber immer noch nicht. Das mit dem genetischen Einfluss ist Zufall, das kenne ich auch so. Sonst wäre das in unserer grossen Familie schon aufgefallen. Da gab es aber immer nur vereinzelt Fälle und dann wieder nichts. Mir hat Sie nur gesagt, dass mein Brustkrebs-Risiko erhöht ist, weil ich schon seit ich 15 war die Pille nahm und Östrogen und Gestagen Therapien das Risikio statistisch steigern. Ich hab dann einfach die Pille abgesetzt und gehe seit dem regelmäßig zur Untersuchung. Bis jetzt ist alles gut :)

Liebe Grüße Nayria

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hi Natalie,
ob das Geldmacherei der Ärzte ist kann ich nicht beurteilen. Ich denke auch, dass das Du für dich selbst entscheiden solltest, was Dir wichtig ist. Es gibt meiner Meinung nach 2 Möglichkeiten. Entweder Du gehst regelmässig in kurzen Abständen zur Vorsorgeuntersuchung und kannst dann noch rechtzeitig reagieren oder Du lässt Dir gleich beide Brüste ampotieren. Amputation gibt Dir zwar eine innere Sicherheit, aber das hat vor allem in Deinem Alter viele einschränkende Auswirkungen hinsichtlich Familienplanung.

Ich habe mich für eine beidseitige Amputation entschieden, allerdings erst als in meiner rechten Brust der Krebs diagnostiziert wurde. Ich bin allerdings auch schon 48 und habe die Familienplanung abgeschlossen.

Alles Gute
Soraya

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hallo,

ich überlege mir schon seit längerem die Amputation auf beiden Seiten. Ich bin 38 und immer wieder hat meine Ärztin mir kleine Punkte im Brustgewebe zur Beobachtung gezeigt. Der Stress durch die potentielle Gefahr und die ständigen Nachuntersuchungen wird mir langsam zu viel. Ich will das Thema endlich abschliessen. Ich denke mal, es geht allen ähnlich.
Eine Sache ist mir allerdings noch nicht so ganz klar. Wenn ich schon so viel Geld ausgebe, dann wüsste ich gerne wie hoch die Chance ist, dass die Brüste symmetrisch und natürlich aussehen. In der Hinsicht traue ich ja keinem Arzt. Vor allem auch die Brustwarzen. Kann mir da jemand von Euch mit Erfahrung weiterhelfen?

LG Miriam

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hallo,

ich würde mir nicht beide Brüste amputieren lassen, um ein Brustkrebsrisiko auszuschliessen. Lieber regelmässig zur Voruntersuchung gehen. Genetisch muss das Risiko überhaupt nicht hoch sein. Das ist gar nicht bewiesen. Es kann nur sein, dass Du ähnliche Lebensumstände und Umweltbedingungen wie Deine Verwandten mit Krebs hast und davon lässt sich dann wiederum das erhöhte Risiko ableiten.
Wenn Du mal Kinder haben willst und dann nicht richtig stillen kannst bereust Du sicher den frühzeitigen Schritt. Ich würde so einen drastischen Eingriff in jungem Alter nie durchführen lassen.

Grüße Jay

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Angelina Jolie hat sich beide Brüste amputieren lassen, weil ihr Brustkrebs-Risiko aufgrund einer seltenen Mutation im BRCA1-Gen auf knapp 90% eingeschätzt wurde. Etwas später noch die Eierstöcke und Eileiter. BRCA-1 ist wichtig, um Tumorbildung zu unterbinden.
Ein Test auf den Gen-Defekt zahlt Euch die Krankenkasse, wenn in der Familie öfters Brustkrebs oder Eierstockkrebs aufgetreten ist, ansonsten kostet der Test ca. 1500 Euro. Der tatsächliche Anteil des Gendefekts an allen Brustkrebserkrankungen ist aber unbekannt. Meiner Einschätzung aus unserer Praxis nach liegt der Anteil aber auf jeden Fall deutlich unter 5%.

Eine Amputation kann also aus der Sicht in gewissem Maße sinnvoll sein, um das Risiko zu minimieren, allerdings hat jemand mit dem Gendefekt grundsätzlich ein Krebsrisiko für mehrere Organe und kann dann trotz Amputation später an Dickdarmkrebs erkranken. Zudem bringen Amputationen auch einige Nachteile mit sich ...

Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden ... Ich hoffe ich konnte hier etwas Klarheit schaffen.
LG Tabea

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hi,

in Deinem Alter würde ich mir aus gesundhheitlichen Bedenken nicht unbedingt gleich Implantate einsetzen lassen. Da würde ich definitv noch mind. 10 Jahre warten und dann kannst Du Dir immer noch Implantate einsetzen lassen.
Brustkrebs entsteht normalerweise nicht mit unter 30 Jahren. Wenn Du das Risiko reduzieren willst, dann frag in Deiner Familie welche Lebensumstände die Erkrankten hatten und meide all das, was potentiell ein Krebsrisiko sein kann, wie z.B. die Pille. Auch sonstige Gemeinsamkeiten der Erkankten, wie eine extreme, Lebensweise oder die Ernährung bzw. Produkte von einem bestimmte Hersteller können über Jahre zur Ursache werden. Wenn Du Dein Leben dazu anpasst und regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung gehst, sollte das eigentlich reichen.

Grüße Elthinia

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hallo,
ich finde man kann kann sich durchaus auch schon früher Implantate setzten setzen lassen, wenn man das Krebsrisiko frühzeitig senken und grössere Brüste haben will. Ich hatte bis 25 gehofft, dass sich meine Brüste irgendwie noch entwickeln, aber das war einfach nie der Fall. Da ich meinen Job total liebe und keine Kinder haben will, gibt es ja auch nichts was gegen Implantate spricht, soweit ich das gelesen haben!
In den 20ern wars mir noch zu früh für eine OP, aber jetzt mit über 30 ist die OP für mich einfach fällig und ich kann es kaum erwarten. Anfang September ist der Termin und bin schon ganz aufgeregt. Nur der Gedanke an das Reduzieren des Krebsrisiko half mir bei der Entscheidung und hilft mir auch noch in der Zeit bis zum OP-Tag.
War das bei Euch auch so?

LG Minna

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hi,
anfangs dachte ich auch, dass der extreme Weg der Amputation des Brustgewebes und Implantaten eine Lösung sein kann, aber nach über 1 Jahr recherchieren und Terminen habe ich mich dagegen entscheiden. Unter www.krebsdaten.de wird alle 5 Jahre eine umfassende Statistik zum Brustkrebs veröffentlicht. Die neueste wird demnächst die Fälle bis 2017 abdecken. Der letzte Bericht bis 2012 ist mir aussage kräftig genug.

Daraus erkennt man, dass in Deutschland 69.550 Frauen neu an Brustkrebs erkrankt und 17.748 daran gestorben sind. 10 Jahre nach der Erkrankung überleben 82 Prozent den Brustkrebs immer noch. Da 30 Prozent der neu erkrankten Frauen unter 55 Jahren sollte das Thema jede Frau beschäftigen.

Ich denke der beste Weg ist nicht die Amputation und Implantate, denn Implantate halten auch nicht Jahrzehnte und nach einigen Jahren muss der Arzt wieder ran. Das birgt ein zusätzliches Risiko. Sondern wenn man den extremen Schritt gehen will muss man konsequenterweise sich auch die Eierstöcke entfernen lassen. Das alles zusammen ist mir dann einfach zu viel plus der Tatsache, dass das Risiko zwar stark minimiert, aber nicht ausgeschlossen ist.

Besser man geht ab 40 regelmäßig zu einem kompetenten Arzt für die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in kurzen Abständen von ein paar Monaten. Wenn dann Krebs in einem frühen Stadium diagnostiziert wird, dann kann man sich immer noch Lösungen überlegen.

GLG Estelle

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Implantate sind ja keine Garantie, dass kein Krebs mehr kommt. Das Entfernen von viel Brustgewebe reduziert zwar stark das Risiko, aber es kann sich in dem restlichen Gewebe um die Implantate dann immer noch später Krebs bilden. Zudem kann der Krebs ja auch an anderen Stellen wie z.B. der Gebärmutter entstehen. Ein Implantat erschwert dann später die regelmäßigen Untersuchungen. Wenn man totale Panik vor dem Brustkrebs hat, dann kann man über Brustamputationen nachdenken.
GLG Emmi

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hallo,

ich habe mich gegen die Brustimplantate als präventive Massnahme entschieden. Nach allem was ich recherchiert habe, gibt es so viele Gründe dagegen und ausserdem ist es auch nicht sicher, ob sich der Krebs dann nicht trotzdem im Brustgewebe entwickelt. Dann ist es noch bei der Mammographie und beim Sport schwieriger und es kann ja auch sein, dass das Implantat vom Körper nicht angenommen wird. Einzige Alternative ist die Brustamputation, aber das ist mir einfach zu krass.

LG Judith

Implantante als Brustkrebs Vorsorge?

Hi,

ich bin 44 und kenne in meinem Umfeld bereits 5 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Da kann man nichts anhand von genetischen Vorgaben ableiten. Manche hatten kein Brustkrebs die 2 Generationen in der Familie und manche schon. Ihr solltet Euch spätestens ab 40 alle 6 Monate untersuchen lassen und am besten einmal die Woche den Selbsttest bei Euch durchführen. Brustimplantate als Krebsvorsorge implantieren zu lassen ist meiner Meinung nach der falsche Weg, da dies nur die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung im Brustgewebe reduziert, aber nicht verhindert. Krebs ist in der Regel sehr gut heilbar, wenn er früh erkannt wird und über 80% der therapierten Frauen sind nach 10 Jahren immer noch krebsfrei. Daher lieber öfters zur Vorsorge gehen.
GLG Nule