Aktuelle Themen

Bauchstraffung - Abdominoplastik

Thema: 

Bei einer Bauchstraffung werden Fettgewebe entfernt und Muskulatur im Unterbauch und Oberbauch vorsichtig gestrafft. Die dabei entfernte Haut liegt zwischen Bauchnabel und Schambereich. Diese OP wird nach Schwangerschaften oder starkem Gewichtsverlust durchgeführt. Durch die Bauchdeckenstraffung wird die Optik des Bauches der neuen Gewicht angepasst. Dieser Eingriff dient also nicht der Fettreduktion bzw. wäre nur der zweite Schritt z.B. nach einer Diät. Ein straffer Bauch und eine schlanke Taille ohne Hautüberschüsse sind das Ziel des Eingriffs. unter Vollnarkose.

Vorwiegend tritt nach einer oder mehreren Schwangerschaften oder Kaiserschnitten ein Überhängen in der unteren Bauchgegend auf, das mit einer Muskelstraffung oder auch nur mit einer Hautstraffung evtl. behoben werden kann. Dazu sollte allerdings vorher ungefähr das Normalgewicht erreicht sein.
 
Sogenannte "Kugelbäuche" sind nicht operabel, da das Fett sich vorwiegend zwischen den Gedärmen befindet, hier kann aber als Alternative eine Endoskopie-Technik eingesetzt werden. Dazu werden nur kleine Schnitte im Schamhaarbereich benötigt, durch die das Endoskop etc. eingeführt wird und über längere Haken die ausgedehnte Muskulatur von innen her gestrafft wird.
 
Nach mehreren Hautschnitten wird der Nabel versetzt, bleibt aber trotzdem mit seinen Blutgefäßen mit der Bauchdecke verbunden, bis der obere Hautlappen gestrafft werden kann, dann wird der Nabel an die ästhetisch richtige Stelle genäht. Zu gleicher Zeit kann eine Fettabsaugung am Unterbauch, evtl. bei günstiger Prognose des Arztes, bis hin zum Unterschenkel erfolgen.
 
Wird noch eine Schwangerschaft geplant, sollte man diese Bauchstraffung auf keinen Fall vornehmen lassen, da sich die Bauchdecke in diesem Fall nicht mehr genügend dehnen könnte.

Preis - Kosten in Euro: 

4500 - 6000

Fazit: 

Operationsart

Vollnarkose

Operationsdauer

bis zu 3 Stunden

Schnittlänge

ca. 20-40 cm im untersten Bauchteil, sogen. “Bikinischnitt“

Entferntes Gewicht

Hautlappen kann bis zu 10 kg wiegen

Pflege

Kompressionsverband für mindestens 2-3 Monate (Tag und Nacht)

Ergebnis

frühestens nach 3 Monaten (meist erst nach 1 Jahr) beurteilbar, da Schwellungen so lange bestehen bleiben können

Arbeitsfähigkeit

je nach Art und Menge der Entfernung: ca. 2 bis 6 Wochen

Risiken

  • Durchblutungsstörungen, die auf zu starkes Spannen der Haut zurückzuführen wären
  • Infektionen, Nachblutungen
  • Sensibilitätsstörungen im operierten Bereich (verletzte Nerven)
  • Reißen der Muskelnähte (bei vermehrtem Husten)
  • bei endoskopischer Straffung Infektionen sehr gering

Haltbarkeit

je nach Führung des Lebensstils, kann auch dauerhaft sein

Krankenkasse

übernimmt selten die Kosten, nur bei starken Gesundheitsproblemen

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum
  • ebenfalls auf Hormonpräparate bzw. Pillen verzichten
  • da diese OP planbar ist, Eigenblutspende 4 Wochen vor Eingriff ratsam

 
Nach der Operation:

  • Bewegung der Beine im Krankenbett, bereits 1 Tag nach Operation
  • nach Entlassung ca. 2 Wochen nicht duschen, keine Sonnenbestrahlung und Saunabesuche für einige Monate
  • ca. 3 Monate keinerlei Sport oder sonstige, schwere körperliche Arbeit
  • Salbeneinreibung von Anfang an
  • auch nach der Operation auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für mehrere Wochen verzichten

Google Anzeige

Kommentare

Montag, März 31, 2014 - 00:18
sunrise

Kann ich nur unterstreichen! Ich hab auch den Fehler gemacht, die erste Stellungsnahme für die Krankenkasse nicht richtig zu formulieren. Dann hab ich noch ein knappes Jahr mit der Krankenkasse rumgestritten und schliesslich aufgegeben. Das ist mittlerweile 1,5 Jahre her. Mittlerweile denk ich wieder öfter an die OP und spare schon mal vor :( ...
Ganz viel Glück bei den Verhandlungen!
sunrise

Anzahl an Kommentaren: 8
Sonntag, November 22, 2015 - 21:00
Lola-Schmitz

Hey Melanie,

ich war nach meiner Geburt über 1 Jahr gar nicht gut drauf und bin nur mit meiner Kleinen ausser Haus. Nach knapp 2 Jahren ging es dann wieder besser, aber meine Figur war auch ruiniert. Während der Schwangerschaft habe ich schon 18 Kilo zugenommen und danach hab ich noch Mal 8 Kilo zugelegt.
Dann hab ich anfangs mit Joggen und gelegentlichen Radfahren propiert abzunehmen, aber es half kaum. Nur kurzzeitig gingen ein paar Kilo runter. Danach bin ich fast 6 Monate 2 x pro Woche ins Fitnessstudio. Auch da gingen dann mal 3 Kilo runter und wieder rauf.
Nach über Jahren nach der Geburt hatte ich immer noch knapp 20 Kilo drauf und ich bin zum Schönheitschirurg. Bei der Menge hilft Fettabsaugen alleine nicht mehr. Da brauchte ich zusätzlich eine Hautstraffung. Ich denke mit 5-10 Kilo reicht ne Fettabsaugung, aber darüber ist eine Straffung wahrscheinlich notwendig ...
Viele Grüße Lola

Anzahl an Kommentaren: 3
Sonntag, Juli 7, 2019 - 23:22
William28

Hallo,
in unserer Praxis gab es noch keinen Fall der Kostenübernahme durch die Krankenkasse, aber die Übernahme ist durchaus möglich, wenn es vom behandelnden Arzt als medizinisch notwendig eingestuft wurde. Die Krankenkasse muss ohne Zusatzvereinbarungen nur die notwendigen Maßnahmen zum Schutz und der Wiederherstellung der Gesundheit leisten. Allerdings haben die Ärzte einen gewissen Spielraum in der Beurteilung der Notwendigkeit von Operationen aus der ästhetischen Chirurgie. Psychische und hygienische Gründe wie grosse Hautfalten, die Hautkrankheiten verursachen können von Krankenkassen erstattet werden.
Grüße William

Anzahl an Kommentaren: 8
Freitag, April 21, 2017 - 21:11
DaliaBauer

Wenn ich das so lese ist die Bauchstraffung nicht dazu geeignet abzunehmen? Dann brauch ich zusätzlich noch eine Fettabsaugung, die dann wieder extra kostet? Wenn ich sehe, was das schon einzeln kostet, dann ist das ganz schön viel Geld für einen schlankeren Bauch.

Ich würde eigentlich gerne den Bereich mit der Schwangerschaftsnarbe straffen lassen. Bei dem Notkaiserschnitt haben die Ärzte in der Nacht nicht gerade auf eine schöne Narbe geachtet. Gleichzeitig möchte ich auch das hartknäckige Fett in dem Bereich an den Seiten los werden.

Hat eine von Euch Erfahrungen mit mit so einer OP?
GLG Dalia

Anzahl an Kommentaren: 7
Sonntag, Februar 17, 2019 - 15:18
Elena_1996

Hi Alica,
Kryotherapie ist zwar insgesamt erfrischend und hilfreich bei einigen Krankheiten, aber richtig geholfen zum Abnehmen hat es bei mir nicht. Ich wollte nicht gleich in die Kammer mit -110 Grad für 3 Minuten, sondern lieber erstmal gezielt den Bauch behandeln lassen. Dazu hat der Arzt zwei Kälteplatten benutzt, die das Fettgewebe ansaugen und auf knapp über 0 Grad runtergekühlt. Das ganze hat ca. 45 Minuten gedauert und sollte den Fettanteil der behandelten Region zwischen 25 und 50 % reduzieren.

Ich konnte nach der ersten Behandlung keinen Unterschied finden, so dass ich die Behandlung abgebrochen habe.
GLG Elena

Anzahl an Kommentaren: 3