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Magenbypass

Thema: 

Die Magenbypass OP Unter Vollnarkose wird über kleine Schnitte in der Bauchdecke operiert. Die Operation dauert ca. 6 Stunden und man muss mit einem stationären Krankenhausaufenthalt von knapp einer Woche rechnen. Dabei wird fast der komplette Magen in der Nähe des Eingangs des Speiseröhre abgetrennt , so dass nur noch ein minimaler Teil des Magens als keiner Sack übrig bleibt. An dieses Ende wird der mittig abzutrennende Dünndarm angenäht.

Dadurch fließt die Nahrung nicht mehr durch den Magen, sondern in den Dünndarm. Etwas weiter unten am Dünndarm wird dann das andere Ende des Dünndarms wieder angenäht, so dass es eine Verbindung zum Magen gibt. Auf diese Weise treffen Magensäfte und Nahrung nicht mehr im Magen zusammen, sondern im Dünndarm.

Die Nahrung wird so erst deutlich später ab dem Dünndarm verdaut. Dadurch ist der Verdauungsprozess weniger effektiv und weniger Nährstoffe können aus dem Essen für den Körper verwertet werden. Unterstützt wird der Prozess dadurch, dass durch den fehlenden Magen nur noch sehr wenig feste Nahrung auf einmal aufgenommen werden kann

Magenbypass und Ernährung

Mit einem Magenbypass ist die Verdauung weniger effektiv und die Nahrungsaufnahme wird extrem verlangsamt. Man wird durch den Eingriff gezwungen sein Essverhalten entsprechend anzupassen.

Magenbypass Kosten und Krankenkasse

Die Krankenkassen übernehmen in vielen Fällen die Kosten für die Operation. Menschen mit einem BMI (Body-Mass-Index) von über 30 gelten als fettleibig. Fettleibigkeit oder Adipositas ist Ursache für viele gesundheitliche Einschränkungen. Ab einem BMI von 40 (Adipositas Typ 3) übernehmen die Krankenkasse meist die Kosten. Mit einem BMI darunter kommt es auf die besonderen Umstände des Einzelnen an:

  • Gesundheitliche Situation (Zusatz- und Folgeerkrankungen)
  • Psychische Verfassung
  • Erfolglose Diäten oder Therapien zur Gewichtsreduktion

Der Magenbypass BMI

Der Body Mass Index bewertet Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Die Formel dazu lautet: Gewicht in Kilogramm geteilt durch (Größe in Metern hoch 2), also m/l² . Der BMI unterscheidet auch zwischen Frauen, Männern und dem Alter. Hier gibt es leichte Unterschiede zur Bewertung des BMI.

TypBMI
Stark untergewichtig16
Mässig untergewichtig16-17
Leicht untergewichtig17 - 18,5
Normales Gewicht18,5 - 25
Übergewichtig25 - 30
Fettleibig, Adipositas 130 - 35
Fettleibig, Adipositas 235 - 40
Fettleibig, Adipositas 340 +

Nach dem Magenbypass

Nach 4 Wochen kann man wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Es müssen dauerhaft Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Spurenmittel zusätzlich zum Essen genommen werden, da die kürzere Verdauungszeit im Dünndarm dafür nicht mehr ausreicht. Der Gewichtsverlust des Magenbypass ist dauerhaft und verspricht einen langfristigen Erfolg. Durch das extrem schnelle Abnehmen leidet die Haut und man kann gleich einen Termin beim Plastischen Chirurgen zur Hautstraffung an allen Problemzonen vereinbaren. Das Entfernen der überschüssigen Hautlappen erfolgt dann im Rahmen mehrerer OPs. Hat man das alles überstanden, pflegt man seine Narben mit einer guten Narbencreme und freut sich auf sein ein Leben ohne den überschüssigen Pfunden.

Preis - Kosten in Euro: 

6500 - 8500

Fazit: 

Operationsart

Vollnarkose

Operationsdauer

6 bis 8 Stunden

Schnittlänge

Mehrere kleine Schnitte

Pflege

Nach erfolgreichen Abnehmen braucht man meist einen Plastischen Chirurgen zur Hautstraffung.

Ergebnis

Der gesamte Prozess mit Vorbereitung, Abnehmen und Hautstraffung danach dauert mind. 1 - 2 Jahre

Arbeitsfähigkeit

Nach 2 Wochen

Risiken

  • Infektionen, Nachblutungen
  • Sensibilitätsstörungen im operierten Bereich (verletzte Nerven)
  • Häufiges Erbrechen
  • Blutungen
  • Sturzentleerungen vom Magen in den Dünndarm
  • Negative Veränderungen der Darmflora (Immunsystem u. a.)
  • Höheres Risiko zur Bildung von Nierensteinen

Haltbarkeit

Dauerhaft

Krankenkasse

Ab einem BMI 40+ , wenn alle anderen Therapien gescheitert sind. Die persönlichen Umstände spielen immer eine Rolle bei der Entscheidung.

Ratgeber: 

Aufgrund des Risikos bei einer Magenbypass OP sollte man immer versuchen die Operation über die Krankenkasse finanzieren lassen. Sollten dann Komplikationen nach der OP auftreten, muss man diese nicht selbst nachfinanzieren. Das kann bei OPs im Bauchraum schnell sehr teuer werden.

 

Vor der Operation:

  • Diszipliniertes Essen üben
  • Umstellung der Essensgewohnheiten üben
  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum
  • Auf Hormonpräparate bzw. die Pille verzichten

 

Nach der Operation:

  • 4 Wochen nur flüssige Nahrung ohne Kohlensäure
  • Keine Nahrungsmittel, die aufquellen oder sich ausdehnen
  • Getränke mit Kohlensäure vermeiden
  • 2 Wochen duschen vermeiden, keine Sonnenbestrahlung und Saunabesuche für einige Monate
  • 1 Monat keinerlei Sport oder sonstige, schwere körperliche Arbeit
  • Auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für mehrere Wochen verzichten
  • Dauerhaft Nahrungsergänzungsmittel nehmen (Vitamine, Spurenelemente …)

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Kommentare

Dienstag, Februar 13, 2018 - 21:35
Airote48

Hallo,
also Fruchtsäuren sind anfangs auf jeden Fall nicht besonders gut für die inneren Narben. Schwer verdauliches Essen ist zwar ok, aber gerade in der ersten Wochen, ist es angenehmer, wenn das Essen nicht unnötig lange verdaut wird. Ich habe dann fettreiches Essen, viel Öl und Butter vermieden.

Da bleibt Dir ja genug an Alternativen. Das schwierigste am Anfang ist ja nicht das was Du isst, sondern die Menge die Du essen kannst, ohne dass Dir dabei schlecht wird. Aber das lernt man auch innerhalb von ein paar Tagen-

LG Airote

Anzahl an Kommentaren: 3
Sonntag, Juli 7, 2019 - 23:22
William28

Hallo,
in unserer Praxis gab es noch keinen Fall der Kostenübernahme durch die Krankenkasse, aber die Übernahme ist durchaus möglich, wenn es vom behandelnden Arzt als medizinisch notwendig eingestuft wurde. Die Krankenkasse muss ohne Zusatzvereinbarungen nur die notwendigen Maßnahmen zum Schutz und der Wiederherstellung der Gesundheit leisten. Allerdings haben die Ärzte einen gewissen Spielraum in der Beurteilung der Notwendigkeit von Operationen aus der ästhetischen Chirurgie. Psychische und hygienische Gründe wie grosse Hautfalten, die Hautkrankheiten verursachen können von Krankenkassen erstattet werden.
Grüße William

Anzahl an Kommentaren: 8
Montag, Dezember 28, 2015 - 12:30
Marley54

Hallo zusammen,

wie Du Dein Fett wieder los werden willst hängt davon ab wieviel Du zugenommen hast und wieviel vorher schon da war. So wie Due es beschreibst gehe ich mal davon aus, dass Du vorher schlank warst bzw. eine normale Figur hattest und danach Fettwülste. Das spricht ja dann eher für eine starke Gewichtszunahme von mind. 15 Kilo. Wenn Du das Gewicht dann auch noch seit über einem Jahr nicht los wirst, bist Du ein Fall wie ich es war ....
Entweder Du zwingst Dich Deine Essens-Gewohnheiten komplett umzustellen und machst etwas Sport. Der Schwerpunkt liegt hier ganz klar in den Essensgewohnheiten :) ... Hat bei mir wegen meiner zwei Töchter nicht funktioniert.
Oder Du lässt Dich operieren. Ich hatte einen Magenballon und eine Hautstraffung danach.

Viele Glück und liebe Grüße Marley

Anzahl an Kommentaren: 3
Freitag, April 11, 2014 - 21:33
Tinga

Hi Michi,
ja danke für deinen Tipp, daran hab ich gar nicht gedacht. Ich werde die Krankenkasse wechseln. Das aber nicht allein aus dem Grund ... Das ist nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Es ist sowieso traurig, wie viel man in die Krankenkasse einzahlt und wie wenig man davon an Leistung erhält. Aber mal schaun, ich werde zur DAK wechseln und in einem Jahr mal bei denen nachfragen, wenn alle anderen Therapien scheitern.

GLG Tinga

Anzahl an Kommentaren: 8
Mittwoch, Dezember 21, 2016 - 12:06
Alena_1972

Hi Marian,

Bei mir wurden nach einer Gewichtsabnahme von 27 Kilo mit der Fettabsaugung nur noch der Feinschliff durchgeführt. Dabei wurden nur die Bereich abgesaugt, dich ich selbst mit Sport und Ernährung nicht besser hinbekommen habe (Zumindest nicht innerhalb von 1 Jahr). Bei mir waren das dann noch 3400 Gramm Fett.

Das viel grössere Problem danach war dann die kaputte Haut. Da muss man sich einfach vorher bewusst sein, dass die Haut dann wie ein viel zu grosser Schlafanzug dann von Dir hängt. Das musste bei mir dann über 1 Jahr nit mehreren OPs gestrafft werden.

Mein Arzt meinte auch, dass man bei mir maximal 4000 bis 4500 ml absaugen darf. Du kannst also die 12 Kilo nicht allein mit einer Fettabsaugung los werden. Eventuell kann man das aber in mehreren Sitzungen über Monate hinweg. Das habe ich ihn aber damals nicht gefragt.

In meinem Fall war das auf jeden Fall eine gute Entscheidung, auch wenn man noch Narben sieht und es extrem teuer war!

Liebe Grüße
Alena

Anzahl an Kommentaren: 2