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Brustvergroesserung mit Eigenfett

Thema: 

Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett wird noch sehr kontrovers diskutiert. Die Methode hat in der Vergangenheit oft zu Ergebnisse geführt, mit der die Patientin nicht zufrieden war und oft nachkorrigiert werden musste. Mittlerweile sind die Verfahren zur Eigenfettaufbereitung und Injektion so weit optimiert worden, dass ein erfahrener Arzt damit gute Ergebnisse erzielen kann.

Probleme bei einer herkömmlichen Brustvergrößerung mit Eigenfett

  • Hoher Anteil an abgestorbenen Eigenfett nach der Transplantation
  • Starke Verkalkungen
  • Starker Abbau des transplantierten Fettgewebe
  • Öl-Zysten durch verletztes Fettgewebe
  • Ungleichmässige Struktur durch nicht angewachsene Fettzellen

Brust OP mit Eigenfett – Für wen?

Für diese Operationart muss genügend Eigenfett vorhanden sein, so dass im Verfahren der Eigenfettaufbereitung ausreichend Eigenfett als Füller zur Verfügung steht. Frauen, die gerne Fett an den Oberschenkeln, am Bauch oder am Po verlieren möchten eigenen sich für diese OP. Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist auch eine Alternative für Frauen, die ihr Implantat aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen entfernen lassen wollen. Auch Frauen, die durch eine Diät oder Magen OP viel Gewicht verloren und Hautfalten mit genügend Fettanteil haben, sind für diese Eigenfett Brustvergrößerung geeignet.

  • Kleine Brustvergrößerung. Nicht für Brust OPs mit 250ml oder mehr pro Brust
  • Als Füller nach einer Kapselvibrose kombiniert mit einer Bruststraffung
  • Gesundheitliche Bedenken bei Silikon Implantaten
  • Asymmetrischen Brüsten
  • Korrektur des oberen Brustbereichs
  • Als Kombination mit einer Fettabsaugung
  • Als Füller nach Implantat Entfernung
  • Als Füller nach Diäten oder Magen OPS

Die Brust OP

Unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie wird das Fett an den zuvor abgestimmten Bereichen mit einer Kanüle in einem besonders gewebeschonenden Verfahren abgesaugt. Durch das schonende Verfahren kann der Anteil an geeigneten Fettzellen für die Transplantation erhöht werden. Danach werden die Fettzellen in einem speziellen Verfahren aufbereitet.

Die aufbereiteten Fettzellen werden dann an die entsprechenden Stellen in der Brust injiziert. Dabei muss der Chirurg mit viel Erfahrung die Fettzellen gleichmäßig in das Gewebe verteilen, so dass möglichst viele Zellen richtig anwachsen und ein homogenes Haut- und Gewebebild entsteht. Klappt das nicht in der ersten OP muss entsprechend nachinjiziert werden.

Bei einer fehlerhaften Anwendung besteht die Gefahr, dass zu viele Fettzellen absterben und vom Körper abtransportiert werden. Dadurch kann es zu unschönen Ergebnissen hinsichtlich Form und Hautbild kommen. In dem Fall muss der Arzt dann eine weitere OP zur Nachkorrektur einplanen. Auch bei der Entnahme der Fettzellen kann der Operateur Fehler machen und die Absaugung zu punktuell durchführen, so dass Dellen entstehen.

Die Transplantation der Fettzellen und Stammzellen

Fettgewebe enthält Stammzellen, die sich positiv auf die Hautstruktur und Elastizität auswirken. Das Verfahren der Absaugung der Fettzellen sollte soweit optimiert sein, dass möglichst wenig Fettzellen und Gewebe verletzt werden. Verletzte Fettzellen sollten in der Aufbereitung für die Transplantation rausgefiltert werden. Nach der Injektion sind die transplantierten Fettzellen zuerst noch ohne Anbindung an die Blutgefäße im Bindegewebe.

Der Chirurg muss die Fettzellen so injizieren, dass möglichst viele Fettzellen gut anwachsen können und es nicht zu einem punktuellen Abbau der Fettzellen kommt. Wie hoch der Anteil an Fettzellen ist, die nicht anwachsen, hängt vor allem von der Erfahrung des Operateurs, dem Verfahren zur Aufbereitung der Fettzellen und der Gewebe-Beschaffenheit der Patientin ab.

Preis - Kosten in Euro: 

5500 - 12000

Fazit: 

Operationsart

Dämmerschlaf oder Vollnarkose

Operationsdauer

ca. 2 - 3 Stunden

Stationärer Aufenthalt

Kann ambulant erfolgen

Ergebnis

Stark abhängig von der Erfahrung des Chirurgen und der Aufbereitung der Fettzellen

Arbeitsfähigkeit

nach ca. 1 Woche

Risiken

  • Viele abgestorbene Fettzellen nach der Transplantation
  • Verkalkungen im Brustgewebe
  • Starker Abbau des transplantierten Fettgewebe
  • Bildung von Öl-Zysten
  • Ungleichmäßige Struktur und Hautbild an der Brust
  • Infektionen
  • Blutungen und Blutergüsse für 3 Wochen
  • Verletzung des Gewebe zur Fettzellengewinnung
  • Dellen an der Stelle zur Entnahme der Fettzellen
  • Asymmetrisches oder unschönes Ergebnis

Haltbarkeit

dauerhaft bei den Fettzellen die anwachsen

Operationserfolg

nach ca. 3 bis 6 Monaten beurteilbar

Ratgeber: 

Bei einer herkömmlichen Fettabsaugung wird das Fett ohne spezielle Aufbereitung und in einem wenig gewebeschonenden Verfahren gewonnen. Dadurch sterben viele Fettzellen ab und geben das gebundene Öl frei. Das Öl von mehreren Fettzellen kann Ölklumpen mit einer Gewebehülle als sogenannte Ölzysten bilden und verkalken. Kommt es zu vielen Verkalkungen an einer Stelle verhärtet die Brust.

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum

Nach der Operation:

  • Kompressionsmieder für mind. 3 Wochen an den abgesaugten Stellen
  • Kein BH und kein Druck für mind. 3 Wochen
  • keinerlei sportliche Aktivität für 6-8 Wochen
  • kein heißes Baden oder Duschen für mindestens 3 Wochen
  • mind 3 Wochen keine Sonnenbäder
  • für mehrere Monate kein schweres Heben und Tragen
  • 6-8 Wochen auf dem Rücken schlafen

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Kommentare

Sonntag, Februar 18, 2018 - 14:06
Lotta_1995

Hallo,

In Deinem Alter sind die Brustwarzen nicht zu groß ist und Du wirst keine Bruststraffung brauchen. Bei einer geringen unsymmetrischen Abweichung kann die Brustwarze an der bisherigen Stelle verbleiben. Wenn die Abweichung vom Ideal und der Symmetrie zu groß ist, dann wird die Brustwarze abgetrennt ohne dabei die Milchgänge zu verletzten und danach an die neue Position versetzt.

Bei einer großen Abweichung ist der Eingriff entsprechend umfangreich. Das heisst Du kommst nicht mehr mit einer lokalen Betäubung aus und die Risiken sind deutlich höher. Bei Wundheilungsstörungen sieht die Brust dann unnatürlich und unsymmetrisch aus. Wenn der Chirurg die Milchgänge verletzt hast Du später Probleme beim Stillen. Das würde ich mir dann schon genau überlegen.

Liebe Grüße Lotta

Anzahl an Kommentaren: 6
Sonntag, Oktober 13, 2013 - 20:33
miramar

sicher können private Krankenversicherungen etwas großzügiger mit ihrem Etat umgehen, als die gesetzlichen, auch wird dort keine sogenannte ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung bzw. Gutachten verlangt.

Zu der Arztsuche kann ich nur folgendes vorschlagen: Der richtige Ansprechpartner für eine Brustoperation ist der Facharzt für Plastische Chirurgie. Er kann beraten, ob eine Operation nötig ist und auch die Kostenübernahme besprechen.

Für eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen müssen medizinische Gründe vorliegen:

  • wenn durch schwere Brüste Wirbelsäulenveränderungen auftreten
  • Hautveränderungen dadurch entstehen, dass die Brust auf der Körperhaut aufliegt, ebenso wenn Verspannungen
  • oder Taubheitsgefühle auftreten.

Außerdem wird der Plastische Chirurg als erstes die Brust vermessen und mit Ihnen ein ausführliches Gespräch führen, warum und wie sie sich eine Brustveränderung wünschen.

Hat Ihr Arzt nun eine Operation vorgeschlagen, nehmen Sie den Fragenkatalog von Ihrer Frauenärztin und das Attest Ihres Chirurgen mit zu Ihrer Krankenkasse und besprechen Sie dort nocheinmal mit dem zuständigen Bearbeiter Ihre Situation.

Viele Grüße,
miramar

Anzahl an Kommentaren: 2
Mittwoch, Mai 21, 2014 - 09:15
nurpellgrino

dass, was ich meinte, ist das Faltenbildung oder Rippling ist eher mit früheren Implantaten aufgetreten ist. Dafür gab es verschiedene Gründe. Bei hochwertigen Implantaten mit einem Gel kann das nicht auftreten. Gewebe das sich über das Implantat setzt sollte doch eher für eine glattere Fläche sorgen?
GLG Nina

Anzahl an Kommentaren: 6
Montag, Juni 24, 2019 - 22:16
Joyce_41

Hallo,
die Brustoperationen haben sich in den letzten 10 Jahren deutlich weiterentwickelt. Die Implantate aller namhaften Hersteller haben mittlerweile anatomisch natürlich wirkende Implantate mit einer natürlicher Konsistenz. Die Kliniken in der Türkei kaufen die Implantate von den gleichen Herstellern wie die Kliniken in Deutschland. Lediglich die Ausrüstung der OP Räume und die Ärzte dort unterscheiden sich in der Ausbildung. Da die meisten Eingriffe in der plastischen Chirurgie nicht sehr kritisch sind kann man auch eher die Erfahrung von Ärzten mit bestimmten OPs als Kriterium nehmen.

GLG Joyce

Anzahl an Kommentaren: 3
Montag, Oktober 14, 2013 - 23:51
Miau
hallo, ich kann mir nicht vorstellen dass eine krankenkasse eine brustvergrößerung zahlt. wenn man sich die brüste straffen lassen möchte, dann gibt es die möglichkeit, rundimplantate einsetzen zu lassen um dem ganzen ein "gutes aussehen" zu verleihen, das ist aber nur sinnvoll wenn der chirurg das empfielt. eine straffung erscheint mir auch etwas sinnlos, wenn man sowieso eine vergrößerung wünscht, denn die schlaffe haut wird mit silikon ausgefüllt. die kosten sind von arzt zu arzt unterschiedlich, das kann man aber auch in einem gespräch mit dem chirurgen klären. eines steht fest: billig sind solche op's keinesfalls.
Anzahl an Kommentaren: 1