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Brustrekonstruktion bei Brustkrebs

Thema: 

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.  Fast jede zehnte Frau muss damit rechnen, an dieser Krankheit zu erkranken. Die größte Gefahr besteht bei Frauen zwischen 25 und 50 Jahren. 

Seit der Brustamputation von Angelina Jolie, die damit in der Öffentlichkeit sehr offen umging, sind die Anfragen nach diesem radikalen Schritt enorm gestiegen. Offensichtlich hat das Vorbild vielen betroffenen Frauen Mut gemacht.

Bei einer Größe von kleiner als 0,5 cm sind die Heilungschancen sehr groß.

Der Krebs muss jedoch mit dem umliegenden Gewebe entfernt werden. Bei einer Größe von mehr als 2 cm wird meist das Drüsengewebe und auch Muskelteile entfernt.

Operationserfolg

Bei ca. 60 - 80 % aller Brustkrebspatienten kann der Tumor herausoperiert werden. Muss die Brust doch amputiert werden, kann heutzutage durch den enormen Fortschritt der Wissenschaft der Plastische Chirurg mit einer Aufbauplastik "Rekonstruktions-Mammaplastik“ die Brust wieder herstellen.
 
Dabei wird bei mindestens 60 % dieser Operationen Brusterhaltend operiert. Bevor jedoch die Operation vorgenommen wird, ist die Frage einer Eigenblutentnahme zu überdenken, da die Risiken einer Fremdblutübertragung dadurch vermieden werden.
 
Methoden zur Brustrekonstruktion

  • Brustrekonstruktion mit Eigengewebe (meist aus der Bauchgegend)
  • Kunststoffimplantat
  • Hautexpander-Technik, bei der ein leerer Kunststoffbeutel unter den Brustmuskel gelegt und in einem Zeitraum von ca. 2 Monaten in regelmäßigen Abständen mit Kochsalzlösung gefüllt wird, bis das maximalste Ergebnis erreicht wird; nach ca. 6 Monaten kann dann das Implantat gegen ein Silikonkissen ausgetauscht werden.

Preis - Kosten in Euro: 

0 -5500

Fazit: 

Operationsart

Vollnarkose

Operationsdauer

3 - 6 Stunden bei der Entnahme eines Eigengewebes
1 - 2 Stunden bei Einsetzen eines Implantates

Stationärer Aufenthalt

1 - 2 Wochen

Arbeitsfähigkeit

nach ca. 3 - 8 Wochen (je nach Art der Operation)

Risiken

  • Schwellungen an der Brust können ca. 4-6 Wochen oder auch länger anhalten
  • durch Sturz oder starke Prellung (etwa durch einen Autounfall) kann das Implantat wieder reißen
  • verändertes Gefühlsempfinden der Brust und Brustwarze
  • die Entstehung eines Brustkrebses durch das Einsetzen von Silikonkissen wurde bis heute nicht eindeutig durch die Wissenschaft belegt, jedoch ergab eine Studie ein 2-3 x höheres Lungenkrebsrisiko oder einen Tumor im Gehirn, als bei Frauen, die ihre Brust nicht veränderten

Haltbarkeit

Bei Verwendung eines Implantats, je nach Implantat ca. 8 - 15 Jahre

Krankenkasse

Brustkrebsoperationen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum
  • auf Hormonpräparate bzw. Pillen verzichten

 
Nach der Operation:

  • Rechtzeitige Bewegungstherapie
  • körperliche Anstrengung und Sport sollte für einige Monate vermieden werden
  • Röntgenuntersuchungen sollte ein erfahrener Radiologe durchführen, der Erfahrungen mit Implantaten hat, da diese röntgendicht sind

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