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Brustwarzen nach Schwangerschaft verkleinern

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Schon während der Schwangerschaft verändern sich die Brüste stark. Die Brust reagiert bei manchen Frauen sehr sensibel auf Berührungen, so dass zeitweise das Tragen von Kleidung eine Qual ist. Nach ein paar Monaten hat sich der Körper auf die hormonellen Veränderungen weitestgehend eingestellt und es wird deutlich besser.

Zeitgleich mit dem Anstieg der Hormone Östrogen und Progesteron fängt die Brust an zu wachsen. Dabei entstehen Milchdrüsen, Gewebe und Blutgefäße, die die Brust auf die neue Aufgabe zur Versorgung des Babys vorbereiten.

Brustwarzen OP

Bevor Sie sich für eine Brustwarzen OP entscheiden sollten Sie sich sicher sein, dass Sie keine weiteren Kinder mehr stillen wollen oder sich mit möglichen Problemen frühzeitig auseinander setzen. Die Anpassung durch die OP kann dazu führen, dass das Stillen nicht mehr problemlos möglich ist.

Operationen zur Verkleinerung von Brustwarzen sind unkomplizierte Eingriffe, die unter örtlicher Betäubung oder auf Wusch auch unter Vollnarkose durchgeführt werden können. Ein Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose sind aber in der Regel nicht notwendig. Sofern man die Vollnarkose wählt sollte man mit einem Tag stationären Aufenthalt rechnen.

Während der Operation wird ein Schnitt am Rand der Brustwarze selbst und ein weiterer Schnitt in der gewünschten Größe durchgeführt. Nach den 2 Schnitten wird die Oberhaut dazwischen entfernt und die Haut wieder vernäht.

Große Brustwarze operieren

Sofern die Brustwarze nicht zu groß ist und keine Bruststraffung dazu geplant ist, kann die Brustwarze an der bisherigen Stelle verbleiben. Andernfalls wird die Brustwarze abgetrennt ohne dabei die Milchgänge zu verletzten und dann an die gewünschte neue Position versetzt.

Brustwarzen nur wenig verkleinern

Bei nur wenig vergrößerten Brustwarzen wird der Schnitt direkt an den Nippeln durchgeführt, so dass die Schnittnarben später kaum zu erkennen sind.

Die Brustwarze kann sich im Verlauf der Heilungsphase wieder vergrößern. Der Chirurg verwendet einen Faden, um die Hautspannungen nach der OP zu verringern und damit die Vergrößerung der Brustwarzen zu verhindern.

Brustwarzen Schmerzen

Beschwerden entstehen vor allem bei Brustwarzen, die eingefallen sind und manchmal auch zu Entzündungen führen. In der Regel sind nach der Schwangerschaft bei dieser Art von Brustwarzen zu kurze Drüsengänge zu finden,  so dass die Brustwarze dadurch nach innen gezogen wird und eingefallen wirkt.

Die Schmerzen der Brust während der Schwangerschaft werden vor alle durch folgende Faktoren ausgelöst:

  • Brustwachstum
  • Stärkere Durchblutung der Brust
  • Verstärkte Empfindlichkeit der Brust

Nach der OP zur Brustwarzenverkleinerung sind ganz andere Nebenwirkungen als während der Schwangerschaft zu beobachten

  • Verringerte Empfindlichkeit der Brustwarzen
  • Wundheilung
  • Sensiblitätsstörungen

Modellieren des Bereichs an der Brustwarze mit Eigenfett

In seltenen Fällen kann es sein, dass man den Bereich an der Brustwarze zusätzlich so nachmodellieren muss, dass Füllstoff in Form von Eigenfett notwendig ist.

Unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie wird das Fett an den zuvor abgestimmten Bereichen mit einer Kanüle in einem besonders gewebeschonenden Verfahren abgesaugt. Durch das schonende Verfahren kann der Anteil an geeigneten Fettzellen für die Transplantation erhöht werden. Danach werden die Fettzellen in einem speziellen Verfahren aufbereitet.

Die aufbereiteten Fettzellen werden dann an die entsprechenden Stellen in der Brust injiziert. Dabei muss der Chirurg mit viel Erfahrung die Fettzellen gleichmäßig in das Gewebe verteilen, so dass möglichst viele Zellen richtig anwachsen und ein homogenes Haut- und Gewebebild entsteht. Klappt das nicht in der ersten OP muss entsprechend nachinjiziert werden.

Bei einer fehlerhaften Anwendung besteht die Gefahr, dass zu viele Fettzellen absterben und vom Körper abtransportiert werden. Dadurch kann es zu unschönen Ergebnissen hinsichtlich Form und Hautbild kommen. In dem Fall muss der Arzt dann eine weitere OP zur Nachkorrektur einplanen. Auch bei der Entnahme der Fettzellen kann der Operateur Fehler machen und die Absaugung zu punktuell durchführen, so dass Dellen entstehen.

Die Transplantation der Fettzellen

Fettgewebe enthält Stammzellen, die sich positiv auf die Hautstruktur und Elastizität auswirken. Das Verfahren der Absaugung der Fettzellen sollte soweit optimiert sein, dass möglichst wenig Fettzellen und Gewebe verletzt werden. Verletzte Fettzellen sollten in der Aufbereitung für die Transplantation rausgefiltert werden. Nach der Injektion sind die transplantierten Fettzellen zuerst noch ohne Anbindung an die Blutgefäße im Bindegewebe.

Der Chirurg muss die Fettzellen so injizieren, dass möglichst viele Fettzellen gut anwachsen können und es nicht zu einem punktuellen Abbau der Fettzellen kommt. Wie hoch der Anteil an Fettzellen ist, die nicht anwachsen, hängt vor allem von der Erfahrung des Operateurs, dem Verfahren zur Aufbereitung der Fettzellen und der Gewebe-Beschaffenheit der Patientin ab.

Preis - Kosten in Euro: 

1500 - 2500

Fazit: 

Operationsart

meist ambulante Lokalanaesthesie, Vollnarkose möglich

Operationsdauer

ca. 30 Minuten

Ergebnis

meist gut

Risiken

  • Milchgänge könnten verletzt werden, was die Stillfähigkeit beeinträchtigen kann
  • Ungleichmäßige Struktur und Hautbild an der Brust
  • Infektionen
  • Blutungen und Blutergüsse
  • Verletzung des Gewebe zur Fettzellengewinnung
  • Dellen an der Stelle zur Entnahme der Fettzellen
  • Asymmetrisches oder unschönes Ergebnis
  • Wundheilungsstörungen
  • Narbengeschwülste
  • Temporäre oder dauerhafte Sensibilitätsstörungen der Brustwarze
  • Spannungsgefühl

Haltbarkeit

meist dauerhaft

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum
  • Ab dem 30. Lebensjahr gynäkologische Voruntersuchung

Nach der Operation:

  • 6-8 Wochen Tragen eines Stütz-BHs
  • keinerlei sportliche Aktivität für 6-8 Wochen
  • Nippelhütchen je nach Empfindlichkeit danach als Schutz tragen
  • Verband für ca 2 – 4 Monate
  • 3 Wochen keine Sonnenbäder
  • 6-8 Wochen kein schweres Heben und Tragen
  • 6-8 Wochen auf dem Rücken schlafen

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