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Kuenstliche Ohren

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In manchen Fällen ist es notwendig das komplette äußere Ohr in einer möglichst schönen Form herzustellen. Wenn wesentliche Teile des Ohrs für die Funktion des Hörens fehlen oder das Ohr auffällig unnatürlich wirkt, dann kann ein künstlich modelliertes Ohr helfen. Moderne Verfahren nutzen Stammzellen Kulturen auf Ohr Modellen aus dem 3D Drucker.

Das Ohr aus eigenem Gewebe aufbauen

In der Regel ist im Körper genug Rippenknorpel zur Verfügung, so dass körpereigenes Gewebe zum Aufbau des Ohrs verwendet werden kann. Der Rippenknorpel eignet sich ein wenig besser das Ohr zu formen, da dieser fester und stabiler in der modellierten Form ist. Je nach Fall kann der Chirurg auch Knorpel und Haut vom gesunden Ohr entfernen und dann entsprechend zum Aufbau des Ohres verwenden.

Erfahrene Ärzte formen aus dem eigenen Knorpelmaterial eine Ohrmuschel und bedecken die Form mit einem Stückchen entnommener Haut. Die Haut dafür wird von einer Stelle am Körper entnommen, wo es den Patienten am wenigsten stört, z.B. von den Oberschenkeln ein bis zu 8 Quadratzentimeter großes Hautstück. Bei einem operativen Aufbau eines Ohrs wird auch der Ohrknorpel vom gesunden Ohr und Hautlappen von der Rückseite des betroffenen Ohres verwendet.

Das Risiko von Komplikationen nach der OP ist so deutlich geringer, da nur köpereigenes Material für die Modellierung des Ohres verwendet wurde.

Die Rekonstruktion mit Gewebe aus Rippenknorpel ist ab dem 10. Lebensjahr möglich. Aus eigenem Rippenknorpel aufgebaute Ohrmuscheln können so noch etwas mit dem Körper mitwachsen. Die künstlich modellierten Ohren müssen für einen tollen ästhetischen Eindruck dann möglichst symmetrisch am Kopf sitzen.

Das Ohr mit einem Implantat aufbauen

Wenn nicht genug Knorpel zur Modellierung des Ohres vorhanden ist, dann kann das äußere Ohr auch mit einem Implantat geformt werden. Dabei verwendet der Chirurg für das Implantat ein Material, welches möglichst gut vom Körper vertragen wird.

Über das Ohr wird ein eigener Hautlappen gezogen, die Form angepasst und möglichst unauffällig vernäht.

Das Ohr im Labor züchten

In den USA wurde ein Verfahren geschaffen, um aus Stammzellen ein Ohr wachsen zu lassen. Zuerst wird dazu mit einem 3D Drucker ein Ohr passend zur jeweiligen Person modelliert und als Polymerform ausgedruckt.

Danach wird die Form mit zuvor entnommene Stammzellen des Patienten besiedelt. Mit der zunehmenden Besiedlung und Vernetzung der Zellen wird die Form überflüssig und löst sich auf. In dem Prozess sind Knorpelzellen entstanden, die das Ohr dann entsprechend formen.

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Gründe für ein künstlich modelliertes Ohr

  • Tumore
  • Starke Einschränkung des Hörvermögens
  • Genetischer Defekt
  • Verbrennungen
  • Unfall

Risiken durch ein künstliches Ohr

  • Infektionen
  • Narbenbildung
  • Entzündungen
  • Abstoßung von Fäden
  • Bildung von Fisteln
  • Knorpelmissbildungen
  • Asymmetrische Ohren
  • Druckempflindlichkeit
  • Allergische Reaktionen

Ohren aus Kunststoff

Bei Problemen mit künstlichen Ohren aus eigenem Gewebe können auch Ohren komplett hergestellt aus Kunststoff verwendet werden. Das Ohr wird an Metallimplantaten am Kopf fixiert. Das künstliche Ohr kann einfach aufgesteckt oder abgenommen werden. Alternativ können auch Magnete oder spezielle Kleber angewendet werden.

Der Nachteil dieser Ohren ist, dass die farblichen Unterschiede der Haut durch die Sonne oder bei niedrigen und hohen Temperaturen nicht angepasst werden können. Damit ist so ein künstliches Ohr oft auffällig. Zudem müssen die Metallimplantate täglich gut gereinigt werden, um das Risiko für Entzündungen oder Infektionen zu minimieren. Das künstliche Ohr muss beim Schlafen abgenommen werden.

Kosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei medizinisch indizierten Fällen die Kosten. Wenn durch die Deformation des Ohrknorpels Probleme mit dem Hören einhergehen oder sich psychische Probleme manifestieren kann die OP notwendig sein, um weitere Komplikationen zu verhindern.

Preis - Kosten in Euro: 

8000 - 48000 mit Stammzellen

Fazit: 

Operationsart

Vollnarkose

Operationsdauer

1-2 Stunden, ggf. mehrere Eingriffe

Arbeitsfähigkeit

nach ca. 4 Wochen

Nachkorrektur

Frühestens nach 6 Monaten

Haltbarkeit

Meist dauerhaft

Risiken

  • Infektionen
  • Narbenbildung
  • Starke Schmerzen
  • Blutungen und Blutergüsse
  • Verkleinerung des Gehörgangs
  • Überempfindlichkeit (Berührung, Kälte …)
  • Fadenmaterialien, die zu allergischen Reaktionen führen
  • Fistelbildung an den Fäden
  • Asymmetrisches oder unschönes Ergebnis
OP-Erfolg

nach ein paar Monaten beurteilbar

Ratgeber: 

Das Fehlen der Ohrmuschel, des äußeren Gehörganges und eine Fehlbildung des Mittelohres nach der Geburt führt zu Schwerhörigkeit. Eine Lösung dazu sind implantierbare Hörgeräte.


Die OP dazu kann vor oder nach dem Ohrmuschelaufbau erfolgen. Ohne Hörverbesserung erfolgt der Ohrmuschelaufbau bei Mikrotie aus körpereigenem Material mit zwei OPs. Drei OPs sind notwendig, wenn ein Gehörgang und ein Trommelfell angelegt werden müssen.

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum

Nach der Operation:

  • Ein Stirnband nachts für 2 bis 4 Wochen tragen.
  • Keine Sonnenbestrahlung und Saunabesuche für 4 Wochen
  • Kein Sport für 2 bis 4 Wochen
  • Auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für 2 Wochen verzichten

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Kommentare

Donnerstag, August 20, 2015 - 22:14
Feuerchen

Vielen lieben Dank für die vielen Tipps!
Ich werde erst mal mit einer Unterspritzung anfangen, so dass man die Veränderung auch nicht so gut mitkriegt ;) Danach aber nicht groß nachspritzen sondern operieren lassen. Meinen Termin beim Schönheitschirurg hab ich schon mal in 2 Wochen. Bins schon so sehr gespannt!

GLG an alle

Anzahl an Kommentaren: 8
Dienstag, Januar 29, 2019 - 22:46
Vela22

Hi,

das Risiko, dass es die ersten Wochen nach der Unterspritzung unregelmässig aussieht ist mit zunehmenden Alter höher. Wir haben in der Praxis aber auch immer mal Fälle gehabt, wo die Haut schon bei Anfang 30 Jährigen schon so stark gealtert war und dann ist es halt deutlich schwieriger. Wenn die Haut an den Augenringen noch relativ glatt ist und sich nicht kleine Hauttaschen gebildet haben, dann ist die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung relativ gut. Deshalb gibt es oft auch sehr unterschiedliche Erfahrungsberichte dazu …
VG Vela

Anzahl an Kommentaren: 11
Sonntag, Januar 26, 2014 - 13:39
betina

Hi Kerstin,

ich habe mir die Augen bereits mit 1,25 Dioptrin Kurzsichtigkeit lasern lassen und habe es nicht bereut! 4000 Euro hat der Spass gekostet, aber das wars wert. Die OP ist mittlerweile 7 Jahre her und die Augen haben bald wieder das Niveau wie vor der Operation. Also ich finde die Investition rentiert sich auf jeden Fall, bevor Du in Alternativen wie Kontaktlinsen investierst.

Liebe Grüße,
betina

Anzahl an Kommentaren: 4
Donnerstag, Januar 16, 2014 - 23:27
diddi7

Hi,
ich hab mir vor 3 Tagen die Nase verkleinern lassen. Was die Tamponaden angeht, sicher ist jeder Mensch in seiner Schmerzempfindung unterschiedlich. Aber meiner Meinung nach war das Entfernen der Tamponaden nicht so ein Trauma und klappte sehr gut. Ich vermute mal Du meinst die ersten paar Stunden mit Tamponaden nach der OP, wenn die Schmerzmittel nicht mehr so gut wirken. Die sind wirklich unangenehm, da geb ich Dir Recht :) Das mit dem unangenehmen Geruch hatte ich auch, nachdem ich aber mit dem Spülen begonnen habe, war der Geruch einen Tag später weg. Ich vermute mal, es wird noch einige Zeit dauern, bis ich meine Nase frei von allen OP–Rückständen, geronnenem Blut und Schleim befreit habe :/

VG diddi

Anzahl an Kommentaren: 6
Dienstag, November 5, 2013 - 20:18
Nicole
Hallo Mimmi, ich kann Dir sagen, daß Rauchen besonders schlecht für diese OP ist, da es die Wundheilung deutlich verschlechtert. Normalerweise sollte man einige Wochen vor dem Facelifting mit dem Rauchen komplett aufhören und nach der OP ebenfalls auf das Laster verzichten. Der Schnitt wird seitlich der Stirn am Schläfenhaaransatz bis vor den Ohren, dann unterhalb der Ohren und hinter den Ohren bis zur behaarten Kopfhaut durchgeführt. Dass bedeutet, dass weite Bereiche heilen müssen und das in einem Bereich, der immer zu sehen ist. Wenn nun also durch Rauchen o.a. die Wundheilung nicht optimal verläuft, ist man um so später erst wieder gesellschaftsfähig bzw. man muss die Narben nachbehandeln. Bevor ich ein Facelifting druchführen lasse, würde ich mich ausgiebig noch über Alternativen wie Unterspritzungen (Botox, Eigenfett...) u.a. informieren :)
Anzahl an Kommentaren: 2