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Haarausfall

Thema: 

Ob Mann oder Frau, jeder trägt ca. 100 000 Haare auf dem Kopf, wovon jedes wiederum ca. 5 Jahre wächst. Das monatliche Wachstum eines Haares beträgt ca. 1 cm. Trotz aller Ängste, ist ein täglicher Haarausfall von ca. 70 bis sogar zu ca. 130 Haaren die Normalität. Bei Männern zeigt sich der Haarausfall vor allem zuerst in den "Geheimratsecken" und auch später an einer Wirbelglatze.  Bei Frauen ist eigentlich nur ein allgemeines Dünnerwerden der Haare zu bemerken, das durch einen guten Haarstylisten gut kaschiert werden kann.

Krankhafte Ursachen für einen Haarausfall können sein

  • hormonell (häufigste Ursache)
  • erblich bedingt
  • für Kahlstellen macht die Wissenschaft eine gewisse Schwäche des Immunsystems verantwortlich (man spricht von Entzündungen um die Haarwurzeln)
  • Stress, extrem private oder geschäftliche Probleme werden als Ursache oft genannt, wurden aber nie wissenschaftlich bewiesen
  • Mangel an wichtigen Nährstoffen wie z.B. Zink und Eisen

 
Bei erblich bedingtem Haarausfall (vor allem 10 % - 20 % bei Frauen) findet eine Auflösung der Kollagenverhärtung auf der Kopfhaut statt, in diesen Fällen helfen meist immer wieder neuere Mittel gegen diese Kollagenablagerungen, die auf den Markt gebracht werden. Zusätzlich sollten Sie Nahrung zu sich nehmen, die viel mit Biotin angereichert ist (evtl. Nüsse und auch Blumenkohl, der nicht zu sehr gekocht sein sollte).
 
Ist der Haarausfall stark oder psychisch sehr belastend, sollte zuerst ein Dermatologe aufgesucht werden, der u.a. auch einen Bluttest durchführt, um gewisse Mangelerscheinungen feststellen zu können.
 
Bei Schwangerschaften hilft ein tägliches Haarewaschen mit einem milden Shampoo, verwenden Sie nach Möglichkeit Naturprodukte. Nach der Geburt fallen meist nur die Haare stärker aus, die ansonsten sowieso ausgefallen wären. Vitamin-B-Produkte in der Ernährung (Bierhefe, Weizenkeime etc.) können hier sehr hilfreich sein.
 
Mitverursacher für Haarausfall können auch sein: durch Zugeinwirkung auf das Haar (z.B. Zopf binden oder Pferdeschwanzfrisur), durch ständiges Tragen einer Mütze (Schwesternhaube etc.) oder irgendeine andere Druckausübung auf das Haar. Von der medizinischen Seite her kann man auch noch Drüsenstörungen (z.B. Schilddrüse) oder Infektionen durch Schutz- oder Motorradhelme auf der Kopfhaut nennen.
 
Gegen den kreisrunden Haarausfall wirken am besten Substanzen, die in die Immunprozesse (Abwehrprozesse) des Körpers eingreifen, z.B. werden immer wieder Nebennieren-rindenhormone (Cortisonpräparate) genannt. Als Tinktur oder Creme werden sie auf die betreffende Stelle aufgetragen. Noch verträglicher können Bestrahlungen mit ultraviolettem Licht verbunden mit Massagen sein.
 

Rezepte gegen allgemein stärkeren Haarausfall
 
Monatliche Ölpackung

Waschen Sie das Haar und massieren Sie nun je 8 Tropfen Lavendel-, Rosmarin-, Salbeiöl, dazu 50 g leicht gewärmtes Ölivenöl ein, das vorher gut vermischt wurde. Anschließend Plastikfolie auf die Haare und darüber angewärmtes Handtuch legen. Diese Ölmischung sollten Sie ca. 2 Stunden auf dem Kopf lassen, ehe Sie diese abspülen und die Haare nochmals leicht waschen.
 
Ölmassage
5 Tropfen Rosmarinöl mit 5 Tropfen Basilikumöl mischen, dazu ca. 30 ml Avocadoöl dazugeben. Alles in einem Wasserbad stark erwärmen. Einmassieren, ca. 0,5 - 0,75 Stunden belassen, dann vorsichtig ausspülen.

 
Lösungen bei hormonell bedingtem Haarausfall
 
Medikamentös

Eine 2 bis 5 prozentige Minoxidil-Lösung zur äusseren Anwendung verbessert die Durchblutung der Haut. Empfohlen für die Anwendung bei kreisrunden Haarausfall, nicht jedoch im Schläfenbereich. Finasteride ist der verantwortliche Wirkstoff der Probetia-Tabletten, die täglich eingenommen, einen Haarausfallstopp erzielen können und zusätzlich den Haarwuchs leicht verbessern.
 
Eigenhaartransplantation
Immer häufiger wird auch eine ambulante Haartransplantation vorgenommen. Dabei ist es ratsam, nur mit Eigenhaar diesen Eingriff durchführen zu lassen, da Kunsthaar vom Körper oft nicht angenommen wird.

Fazit: 

MethodeMedikamente (Minoxidil und Finasteride)
Kosten40 bis 80 Euro monatlich
Anwendunghormonell bedingter Haarausfall bei Männern, einmal täglich
Ergebnisgute Verbesserung nach 6 bis 12 Monaten. Haarausfallstopp solange Medikamente eingenommen werden
MethodeEigenhaartransplantation
Kosten3000 bis 5000 Euro
Haltbarkeitdauerhaft
Ergebnissehr gute, bleibende Verbesserung
MethodeÖlmassage
Kostenwenige Euro
Anwendungallgemein dünnere Haare, einmal wöchentlich
Ergebnisgeringe Verbesserung nach Monaten
MethodeÖlpackung
Kostenwenige Euro
Anwendungallgemein dünnere Haare, einmal monatlich
Ergebnisgeringe Verbesserung nach Monaten

Ratgeber: 

Gesunde Haut und gute Blutwerte:

  • ausgewogene Ernährung
  • viele Mineralstoffe und Vitamine
  • für Frauen evtl. ein Hormonersatz

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Kommentare

Samstag, Januar 4, 2014 - 23:11
eightup

Bei mir haben umverpflanzte Haare teilweise erst nach knapp einem Jahr angefangen zu wachsen. Ich dachte schon das war ein Totalverlust, war aber am ende des Jahres dann doch ein gutes Ergebnis. Bei mir halten sich die Haare nach 4 Jahren immer noch gut. Das kann aber total unterschiedlich ausfallen, je nachdem woher die Haare zur Verpflanzung hergenommen werden und wie die genetischen Vorgaben sind :). Ich kenn aus dem Arbeitskollegenkreis auch ein Negativbeispiel ...

Grüße eightup

Anzahl an Kommentaren: 5
Freitag, Januar 26, 2018 - 23:10
Rabia30

Hallo,

wer sich für den Schritt entscheidet muss den Geldbeutel ganz weit aufmachen. Ich hatte anfangs gedacht ein bisschen lichtes Haar am oberen Hinterkopf wieder dichter machen rentiert sich und kostet nicht so viel.
Das Ganze hat mich in der Sparvariante 2200 Euro gekostet und dann fallen erstmal die Haar aus und es dauert ein dreiviertel Jahr bis ich tatsächlich den Effekt gesehen habe.
3 Jahre später wurde es dann wieder lichter, weil die anderen älteren Haare ausgefallen sind und das Ganze jetzt wieder Kosten verursacht...

Rabia

Anzahl an Kommentaren: 5
Freitag, April 4, 2014 - 22:40
sousa

Hi Kim,
ich glaub nicht, dass das allein der richtige Weg ist. Haarverpflanzung hilft doch eher bei einer Glatzenbildung oder den Geheimratsecken. Wenn Dein Haar insgesamt dünner wird, würde ich eher was gegen den Haarausfall wie Regaine nehmen. Denn was bringen Dir verpflanzte Haare, wenn der Rest dann immer mehr ausfällt. Außerdem kann es sein, dass die verpflanzten Haare uneinheitlich verpflanzt werden, dann siehst Du bei mehr Haarausfall nicht mehr sehr ansehnlich aus.
glg sousa

Anzahl an Kommentaren: 1
Freitag, Oktober 9, 2015 - 17:44
NikkiK

Hi Marina,

nach vielen Herumprobieren kann ich Dir sagen es kommt nur bedingt auf Art der Haarentfernung an. Also ob Du IPL, Lasern, Wachs usw wählst. Letzendlich war es bei mir so, dass eine langfristige Hassrentfernung nur möglich war, wenn das Haar mit Wurzel und allem zerstört wurde. Das kann man mit dem Laser, aber auch mit Wachs erreichen.

Wachs war da bei mir einfacher, da nicht alle Härchen bei mir dunkel sind und der Laser nur gut funktioniert, wenn die Haare einheitlich dunkel sind. Ansonsten ist das Geschmackssache meiner Meinung nach.

Dabei musst Du auch bedenken, dass Du das nicht in einer Sitzung schaffst, da die Haare Wachstumsphasen haben. UNd um alle Haare zu erwischen brauchst Du oft mind. 3 Sitzungen.

Liebe Grüße
Nikki

Anzahl an Kommentaren: 6
Dienstag, November 3, 2015 - 16:27
Jonna-1995

Hallo Marina,

ich bin und war schon immer ein Fan der Lasertherapie. Das ist nicht so eine ewige Sitzung wie bei den anderen Methoden, da der Laser ja immer gleich mehrere Haare erwischt. Der Schmerz bei der Behandlung war für mich leicht erträglich und die Haut erholt sich ziemlich schnell wieder, wenn Du ausreichend kühlst.

Ich hab schwarze Haare. Bei hellen Haaren, also blonden, weißen und grauen Haaren helfen die Laser nicht besonders weiter. Auf dunkler Haut kann es beim Lasern auch leichter zu Verbrennungen kommen.

Das einzige Manko dabei ist, dass man halt mehrere Sitzungen braucht. Aber das ist ja eh immer so, da die Haare unterschiedliche Wachstumszyklen haben.

Viele Grüße
Jonna

Anzahl an Kommentaren: 6