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Muttermale entfernen

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Muttermal entfernen – Leberflecken können mit dem gefährlichen schwarzem Hautkrebs verwechselt werden, wenn man nicht rechtzeitig den Typ bestimmen lässt. Daher sollte man vor einer geplanten OP zuerst einen Dermatologen konsultieren und einen Hautscan durchführen lassen.

Wenn der Leberfleck sich als gutartige Wucherung herausgestellt hat kann man dessen Entfernung planen. Kleinere Muttermale bis zu einer Größe eines Bleistiftdurchmessers können problemlos gelasert werden. Bei größeren Muttermalen wird eher operiert, da die Hautwucherungen unterschiedlich verwachsen und mehr oder weniger stark mit Blutgefäßen verbunden sind.

Gutartige oder bösartige Hautwucherung?

Ob ein Muttermal gefährlich oder gutartig ist kann anhand der A-E Regeln festgestellt werden. Eine bösartige Wucherung wird anhand folgende Regeln definiert.

  • A steht für eine asymmetrische, ungleiche Form
  • B steht für die Begrenzung. Wenn die Kontur nicht klar abgegrenzt und rund ist, sondern eher ausgefranzt und fleckig.
  • C definiert die Colorierung. Die Regel trifft zu, wenn der Leberfleck nicht hautfarben ist, sondern eine Pigmentierung in weiß, blau oder rot enthält.
  • D definiert den Durchmesser. Wenn der Fleck im Verlauf der Zeit seine Größe oder auch seine Form ändert.
  • E steht für die Entwicklung. Wenn das Muttermal sich in verschiedenen Aspekten verändert. Dazu gehören Form, Größe, Hautbeschaffenheit, Jucken, Nässen und Blutungen.

Muttermal lasern

Der Laser dringt in die oberste Hautschicht mit Lichtimpulsen ein, zerstört die Pigmente des Muttermals und verursacht je nach dem Entzündungsgrad der Haut einen kurzen stechenden Schmerz. Dabei werden mit dem Laser das Muttermal selbst und ein kleiner zusätzlicher Abstand um das Muttermal gelasert.  Der Vorteil der Lasertechnik ist, dass keine offene Wunde entsteht und so deutlich schneller ausheilt als bei der klassischen Methode.

Nach der Behandlung ist an den betroffenen Stellen für ein paar Tage ein Brennen zu spüren, vergleichbar mit einem Sonnenbrand. Zum Teil ruft die Behandlung auch Schwellungen hervor. Nach etwa zwei Wochen sollte alles abgeheilt sein. Wird die Haut während der Entzündungsphase UV-Strahlung ausgesetzt, zum Beispiel bei einem Sonnenbad, ist es möglich, dass die Heilung mit braunen Pigmentflecken einhergeht.

Nach der Laser-Behandlung kommt ein Pflaster auf die behandelten Stellen und der natürliche Heilungsprozess des Körpers beginnt neues Gewebe aufzubauen. Es gibt keine oder nur kurzzeitige Ausfallzeiten in Schule und Beruf, der Eingriff ist sicher und auch an schwierig zu erreichenden Stellen einsetzbar.

Nebenwirkungen durch das Lasern eines Leberflecks

Nach der Behandlung per Laser sind die behandelten Stellen gerötet und noch sehr empfindlich gegen äußere Einflüsse. Für 1 bis 3 Tage können Schwellungen auftreten und auch einzelne Stellen verkrusten. Je nach Hauttyp heilt die verkrustete Haut dann innerhalb einer Woche ab. In dieser Zeit sollte man die Areale keinesfalls mit verunreinigten Fingern oder Tüchern die Stellen berühren.

Muttermal herausschneiden

Vor dem Eingriff sollte wie oben beschrieben ein Haut Screening durchgeführt werden, um den Typ der Hautwucherung zu bestimmen. Gutartige Wucherungen können vom Arzt unter lokaler Betäubung herausgeschnitten werden. Dabei schneidet der Arzt mit dem Skalpell um das Muttermal herum und hebt danach die Hautwucherung aus der Wunde heraus. Wichtig dabei ist, dass der Leberfleck auch in der Tiefe ausreichend ausgeschnitten wird. Der Bereich wird vernäht und nach 10 Tagen die Fäden gezogen.

Auslöser für Leberflecken

Muttermale entstehen durch Hormonschwankungen in der Pupertät, der Menstruation oder während der Schwangerschaft. Auch genetische Einflüsse spielen eine Rolle wie viele Muttermale ein Mensch ausbildet. Die meisten Leberflecke entstehen in der Jugend. Dabei wird unter Einwirkung von Sonnenstrahlen der farbgebende Stoff Melanin durch Melanozyten-Zellen der Haut gebildet. Je nachdem in wie vielen Hautschichten die Wucherungen entstehen wird das Muttermal höher oder flacher.

Muttermal Ursachen

  • Hormonschwankungen
  • Genetische Veranlagung
  • UV-Strahlung
  • Immunsystem Schwächung

Leberflecken verhindern

Genetische und hormonelle Einflüsse können nicht verhindert werden, damit bleibt nur noch die Möglichkeit UV-Strahlung zu minimieren. Vor allem in der Kindheit und Jugend sollte auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Sonnenbrände und intensive Sonnenbäder tragen in der Jugend zu einer vermehrten Bildung der Hautwucherungen bei.

Hausmittel gegen Muttermale

Die gängigen Methoden der Selbsthilfe basieren auf säurehaltigen Flüssigkeiten, Kalium und operativen Eingriffen. Zitronensäure oder andere Fruchtsäuren, wie Sie beim Peeling eingesetzt werden wirken nur an der Oberfläche. Dabei handelt es sich um schwache Säuren, die nur die oberste Hautschicht ablösen können. Pigmente werden durch die Behandlung auch ein wenig gebleicht. Tiefe Leberflecken kann man mit der Methode nicht entfernen.

Das eigene Herausschneiden von Muttermalen ist zwar möglich, birgt aber auch einige Gefahren. Zum einen muss man sich sicher sein, dass es sich um gutartige Hautwucherungen handelt, da bei einer falschen Behandlung sonst kranke Zellen in das Blut- und Lymphsystem übergehen und zur Verbreitung von Krebs führen können.

Zum anderen besteht die Gefahr von Komplikationen wie Infektionen, Blutvergiftung,  großflächiger Vernarbung und der erneuten Bildung des Muttermals.

Muttermal entfernen Kosten

Die Krankenkassen tragen die Kosten, wenn diese medizinisch begründet sind. Das ist der Fall, wenn eine oder mehrere der A-E Regeln zutreffen. Ausserdem kann man Leberflecken kostenlos entfernen lassen, wenn diese an Stellen sind, die ständigen mechanischen Einflüssen ausgesetzt sind. Kosmetische Behandlungen werden grundsätzlich nicht von der Krankenkasse getragen.

Preis - Kosten in Euro: 

50 - 80

Fazit: 

OperationsartLasern oder operieren mit Lokalanästhesie
OperationsdauerNur wenige Minuten pro Muttermal
Komplikationen Lasern
  • Verbrennungen
  • Narbenbildung
  • Pigmentstörungen bzw. Helligkeitsunterschied
  • Allergien
  • Ausschlag
  • Entzündungen mit Blässchenbildung
  • Hautkrebs
  • Selten können Allergien auch zur Hautentfernung oder sogar Amputationen führen
ErfolgLasern und operieren mit Hautscreening ist meist erfolgreich
HaltbarkeitBei Erfolg dauerhaft.

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum

Nach der Operation:

  • konsequente Narbenpflege mit vom Arzt verschriebenen Cremes
  • keine Sonnenbestrahlung für mind 2 Monate
  • für 2-6 Wochen keine Saunabesuche
  • für 1-2 Wochen keine schweren körperlichen Belastungen
  • Auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für mehrere Wochen verzichten

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