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Ohren verkleinern

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Ohren OPs werden an Vorschulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt. Zu große Ohren können vor allem bei Kindern schwere psychische Störungen auslösen oder fördern. Insbesondere optisch auffällige Kinder werden oft von anderen Kindern an den Schulen verspottet oder gehänselt.  Das kann zu verschiedenen Ängsten, Selbstzweifeln bis hin zur Isolation führen. Um dem Vorzubeugen können sich Eltern für eine Korrektur der Ohren entscheiden.

Ab wann kann ein Ohr frühestens operiert werden?

Das menschliche Ohr ist mit dem 4ten bis 6ten Lebensjahr weitestgehend voll entwickelt, so dass man in diesem Vorschulalter, aber natürlich auch zu jedem späteren Zeitpunkt eine kleine Anpassung wie das Anlegen von Ohren vornehmen lassen kann.

Für größere Eingriffe  wie das Verkleinern der Ohren sollte man bis zum Ende der Pubertät warten. Erst danach ist das Wachstum des Schädels abgeschlossen und man kann das Verhältnis Gesicht zu Ohren final beurteilen. Während der Entwicklung zum Erwachsenen gibt es immer Wachstumsphasen für unterschiedliche Bereiche des Körpers. So kann das Verhältnis von Körperteilen zeitweise zueinander unausgeglichen erscheinen. In solchen Fällen von Wachstumsschüben ist eine OP nicht notwendig.

Wenn das Verhältnis Ohren zu Gesicht jedoch über 1 Jahr hinweg stark unausgeglichen ist, kann eine OP in Betracht gezogen werden. Bei minderjährigen Kinder sollten zuerst die Ohren angelegt werden. Mit dem Ende der Pubertät kann man auch die Ohren verkleinern lassen.

Ohren verkleinern OP

Der Schnitt am Ohr wird an einer möglichst unauffälligen Stelle durchgeführt. Meist schneidet der Chirurg im verdeckten Bereich der oberen Ohrmuschel  entlang und löst dann die Haut für den vorgesehenen Bereich ab. Je nach Beschaffenheit des Ohres wird durch Herausschneiden des Knorpels im oberen Bereich das Ohr entsprechend verkleinert. Der Schnitt kann im einfachsten Falle ein nach innen gerichtetes, spitzes Dreieck sein, aber auch ein Polygon mit mehreren Ecken. Die entstandene Lücke im Knorpel wird dann zusammengenäht.

Das beste Ergebnis erhält man, wenn das Knorpelstück direkt am Ohransatz entfernt wird. So entstehen keine sichtbaren Kanten oder sichtbaren Unebenheiten beim späteren Verwachsen des Knorpels. Die Haut wird zum Ohransatz hin entfernt, so dass nur auf der Rückseite des Ohres eine kleine Narbe am Ohransatz verbleibt. Die Narbe ist im Alltag nicht mehr sichtbar. Der Schnitt hinter dem Ohr wird mit einem Faden vernäht. Im Rahmen der OP für die Ohrverkleinerung kann zusätzlich eine Korrektur der Ohrläppchen erfolgen.

Die Operation wird bei Kindern meist ambulant in Vollnarkose durchgeführt, da Kinder in der Regel zu unruhig für andere Narkose Varianten sind. Jugendliche und Erwachsene können sich auch mittels lokaler Betäubung bzw. Dämmerschlaf operieren lassen.

Wie lange wächst ein Ohr?

Die fortschreitende Veränderung bzw. das langsame Wachstum des Ohrs endet erst mit dem Tod. Nase und Ohren des Menschen wachsen mit dem zunehmenden Alter immer weiter. Um die Verschlechterung des altersbedingten Hören auszugleichen, wird das Außen-Ohr größer und kann den Schall etwas effizienter in das Innenohr leiten.

Voll entwickelte Ohren wachsen pro Jahr ca. 0,2 bis 0,25 Millimeter. In 50 Jahren ist das mind. 1 Zentimeter. Zusätzlich erschlafft die Haut und das Ohr wirkt noch größer. Daher sieht man ältere Menschen öfters mit großen Ohren. Große Ohren haben somit neben dem optischen negativen Eindruck auch eine unterschwellige Botschaft zum Alter eines Menschen.

Ursachen für zu große Ohren

Folgende Klassifizierungen zu Ursachen für große Ohren gibt es:

  • Angeborene Fehlbildungen des Ohres, die eine Beeinträchtigung des Hörvermögens verursachen
  • Andere angeborene Fehlbildungen des Ohres
  • Fehlbildung des Ohres durch äußere Einwirkungen mit einer Beeinträchtigung des Hörens
  • Sonstige Fehlbildungen des Ohres durch äußere Einwirkungen

Genetische Ursachen für große Ohren

Große Ohren, große Nase, ein breiter Kiefer oder eine hohe Stirn. Wie unser Gesicht geformt ist, bestimmt unser Erbgut. Forscher haben bereits viele DNA-Bestandteile identifiziert, die die Form ausmachen. So kann man sich vielleicht in naher Zukunft vor der Geburt ein Bild machen. Bislang untersuchen deutsche Ärzte die Erbmoleküle des Fötus im Mutterleib nur bei Risikoschwangerschaften. Ein Gentest wird bei Frauen über 35 angewandt, die auffällige Ergebnisse nach biochemischen Tests und Ultraschalluntersuchungen zeigen. Das wird sich aber in Zukunft ändern.

Genetische verursachte Fehlbildungen

De-Grouchy-Syndrom. Zu den Merkmalen bei Kindern mit dem De-Grouchy-Syndrom Typ I des Syndroms zählen vergleichsweise große Ohren, teilweise liegt ein Beeinträchtigung der Gehörgänge, eine Trichterbrust u.a. vor.

Die genetischen Ursachen können vielfätig sein. Daher ist ein früher Gang zum Arzt bei längerfristigen Auffälligkeiten immer ratsam.

Große Ohren durch äußere Einwirkungen

Bei Verletzungen und Entzündungen des äußeren Gehörgangs können die Ohrmuschel, der Gehörgang oder das Trommelfell betroffen sein. Der äußere Gehörgang reinigt sich normalerweise selbst durch Bewegungen der obersten Hautschicht, mit denen das Ohrenschmalz zusammen mit Hautschuppen und Haaren nach außen befördert wird.

Wenn aber durch einen Unfall oder eine Entzündung Teile des äußeren Ohr verändert oder entfernt wurden, dann kann das Ohr abnormal oder bei auseinanderklaffenden Ohrknorpel, auch zu groß wirken.

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Fehlbildungen, die eine deutliche Beeinträchtigung des Hören zur Folge haben, werden durch Krankenkassen weitestgehend abgedeckt. Besondere ästhetische Wünsche müssen in der Regel selbst übernommen werden.

Schwerwiegende psychische Probleme durch abnorm große oder abstehende Ohren werden ebenfalls durch die Krankenkassen abgedeckt.

Das menschliche Ohr

Das menschliche Ohr besteht aus einem individuell geformten, elastischem Knorpel, der von Haut bedeckt wird und in den eigentlichen Gehörgang führt. Zu große Ohren können insgesamt oder an verschiedenen Stellen zu ausgeprägt gewachsen sein.

Das Außenohr besteht aus dem äußeren Gehörgang, dem Ohrknorpel, der Ohrmuschel, den Ohrläppchen und der Außenseite des Trommelfells.

Zum Mittelohr gehören das Trommelfell und die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Das Runde Fenster verbindet das Innenohr mit dem Mittelohr. Die Ohrtrompete, verbindet Mittelohr und Nasenrachenraum.

Das Innenohr liegt in einem Teil des Schläfenbeines. In diesem knöchernen Labyrinth befindet sich die Gehörschnecke, in der Schall in Nervenimpulse umgesetzt wird, und das Gleichgewichtsorgan.

Merkmale von schönen Ohren

  • Die Längsachse der Ohrmuschel zeigt eine Neigung von bis zu 20° nach hinten
  • Das Ohr ist vom Rand des Jochbeines um etwa 1 Ohrlänge nach hinten positioniert
  • Die Breite der Ohrmuschel macht etwa 50 bis 60 % der Länge aus
  • Der Winkel zwischen der Ohrmuschel und dem Schädel liegt bei bis zu 30°
  • Der Rand der Ohrmuschel ist vom Kopf etwa bis zu 2 cm entfernt
  • Das Ohrläppchen und die Anthelixfalte liegen parallel
  • Das Ohrläppchen schließt sich mit der Halshaut im spitzen Winkel an

Ohren verkleinern und die Krankenkasse

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Ohrenkorrektur in der Regel für Kinder. Bei Jugendlichen und Erwachsenen hängt es stark von der persönlichen Situation ab. Manifestieren sich psychische Probleme kann die OP notwendig sein, um weitere Komplikationen zu verhindern.

Bei einer Beeinträchtigung der Hörfähigkeit übernimmt die Krankenkasse die dafür notwendigen Maßnahmen. Ästhetische Eingriffe werden in der Regel nicht übernommen, können aber kostengünstig mitoperiert werden.

Preis - Kosten in Euro: 

2500 - 3500

Fazit: 

Operationsart

Ambulante OP. Kinder mit Vollnarkose. Jugendliche und Erwachsene auch unter lokaler Betäubung bzw. Dämmerschlaf.

Operationsdauer

1-2 Stunden

Arbeitsfähigkeit

nach ca. 2 Wochen

Haltbarkeit

Meist dauerhaft

Risiken

  • Infektionen
  • Starke Schmerzen
  • Blutungen und Blutergüsse müssen sofort behandelt werden
  • Knorpelentzündung mit Narbenbildung
  • Deformierungen oder Teilverlust des Ohres bei Entzündungen
  • Verkleinerung des Gehörgangs
  • Überempfindlichkeit (Berührung, Kälte …)
  • Fadenmaterialien, die zu allergischen Reaktionen führen
  • Fistelbildung an den Fäden
  • Asymmetrisches oder unschönes Ergebnis

OP-Erfolg

nach ca. 2 bis 4 Wochen beurteilbar

Krankenkasse

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Ohrenkorrektur in der Regel für Kinder. Bei Jugendlichen und Erwachsenen hängt es stark von der persönlichen Situation ab.

Ratgeber: 

Im Rahmen der Ohren-Verkleinern OP können die Ohren zusätzlich angelegt oder eine Ohrläppchen-Korrektur mit durchgeführt werden. Planen Sie den Eingriff entsprechend. Erst nach der Pubertät und dem abgeschlossenen Wachstum des Schädels kann das Verhältnis Ohren zum Gesicht final beurteilt werden. Eine frühere OP ist nur sinnvoll, wenn die Missbildung sehr ausgeprägt über einen längeren Zeitraum ersichtlich ist. Eine Nachkorrektur zur Ohrverkleinerung sollte nur im Notfall durchgeführt werden. Mit jeder weiteren Operation sind Wundheilungsstörungen des Knorpels aufgrund der veränderten Durchblutungsverhältnisse wahrscheinlicher.

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum

Nach der Operation:

  • Einen Ohrkopfverband nachts für mind. 2 Tage tragen.
  • Keine Sonnenbestrahlung und Saunabesuche für 4 Wochen
  • Kein Sport für 2 bis 4 Wochen
  • Auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für 2 Wochen verzichten

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