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Rot werden verhindern mit OP oder Lasern

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Der Sympathikus als Teil des vegetativen Nervensystems steuert die Ausdehnung von Blutgefässen im Körper, die wiederum für das Erröten verantwortlich sind. Er beeinflusst damit Blutdruck, Herztätigkeit, Durchblutung, aber auch den Stoffwechsel z.B. mit schneller Bereitstellung von Energie durch die Verwertung von Kohlenhydraten. Beim „Rot werden“ dehnen sich die Blutgefässe im Gesicht und Hals schnell stark aus und es fliesst deutlich mehr Blut schneller durch die Adern. Bei heller Haut oder Hauttypen, wo die Adern nahe an der Haut-Oberfläche liegen sieht man die rote Farbe des Blutes wesentlich deutlicher als z.B. bei dunkleren Hauttypen. Ergänzend dazu steigt meist die Körpertemperatur und es kommt gegebenenfalls zum Schwitzen.

Rot werden OP

Ein kleiner Schnitt wird unter dem Brustmuskel durchgeführt. Mit einer kleinen Kamera wird der Teil des Brustkorbraumes analysiert, in welchem später der Schnitt am Nervenstrang durchgeführt werden soll. Danach durchtrennt der Chirurg den Nervenstrang oberhalb der zweiten und der vierten Rippe. Das geschieht einmal auf der rechten und einmal auf der linken Seite. Nachdem eine Körperseite behandelt wurde, werden die Wunden vernäht und dann das gleiche Verfahren auf der anderen Seite durchgeführt.

Nach der OP gegen das Erröten

Ein erfolgreicher Eingriff verhindert direkt nach der OP das Erröten in Gesicht. In peinlichen Situationen oder beim Sport weiten sich die Äderchen im Gesicht nicht mehr. Der Erfolg der Operation hängt stark von dem Vermögen des Chirurgen ab. Dabei kommt es darauf an, dass der Nervenstrang auf beiden Seiten präzise operiert wird. Nach der OP ist die Durchblutung des Gesichts verändert geregelt und der Körper reagiert unterschiedlich darauf. Die möglichen negativen Nebenwirkungen einer solchen OP können in manchen Fällen selbst eine erfolgreiche OP in Frage stellen. Zudem klappt in manchen Fällen die Operation nicht oder die Wirkung lässt schon innerhalb von 3 Jahren nach, da andere Nerven die Funktion zur Steuerung der Gesichtsdurchblutung übernehmen.

Vor– und Nachteile der OP gegen das Rot werden

Pro

  • Rot werden wird verhindert
  • Hitzegefühl nimmt ab
  • Weniger Schwitzen im Gesicht
  • Soziale Integration wieder besser möglich
  • Stärkung des Selbstbewusstseins

Contra

  • Nervenschädigung möglich
  • Unsymmetrisches Ergebnis zur Regelung der Durchblutung möglich, da rechte und linke Seite separat operiert werden.
  • Taubheitsgefühl
  • Trockene Hände
  • Trockene Augen
  • Kalte Hände und Füsse
  • Kompensatorisches Schwitzen außerhalb des Gesichts

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Rote Adern im Gesicht lasern

Größere rote Äderchen im Gesicht, die im normalen Zustand bereits unter der Haut zu sehen sind, tragen auch dazu bei, dass das Rot werden intensiver wahr genommen wird. Je öfter die Rötungen durch Rot werden und anderes auftreten, desto länger bleiben diese bestehen. Die vermehrten Rötungen führen zu Stauungen in den Blutgefäßen und erweitern die Gefäße dauerhaft. Teilweise werden durch die Stauungen auch neue Gefäße gebildet, die blutdurchlässiger und weniger druckresistent sind. Je länger man mit einer Behandlung wartet, desto schneller schreitet die Bildung neuer Gefäße voran.

Geplatzte Äderchen – Sowohl das Blut, welches in das angrenzende Gewebe austritt, als auch die erweiterten Gefäße führen dazu, dass die Haut rötlicher und unreiner erscheint. Während bei den Teleangiektasien der hellrote Ton dominiert, da die arteriellen Gefäße betroffen sind, spricht man von Venektasien, wenn die venösen Gefäße betroffen sind. Die Haut hat dann eine bläuliche Färbung. Eine Mischung aus beiden Formen ist auch möglich.

Um dem Entgegenzuwirken kann man die betroffenen Hautregionen im Gesicht lasern lassen. Vor dem Lasern der roten Adern wird ein kühlendes Gel auf die zu behandelnde Hautregion aufgetragen. Der kontrollierte Lichtimpuls wird auf die betroffene Hautoberfläche abgegeben. Der Lichtimpuls wird im Blut des Gefäßes vom Blutfarbstoff absorbiert und in Wärme umgewandelt. Durch die abrupte Hitze gerinnt das Blut und verschliesst das Blutgefäß. Das Gefäß stirbt ab und wird vom Körper abtransportiert.

Mit dem Lasern der Äderchen im Gesicht werden auffällige Äderchen im Gesicht reduziert, was nach ein paar Monaten zu mehr Selbstbewusstsein und weniger Erröten führen kann. Zudem kann Verschiedenes mitbehandelt werden.

Couperose - Gerötete Haut im Bereich der Wangen und der Nase, manchmal auch des Dekolletees, wird Couperose genannt. Innerhalb der geröteten Hautfläche können sich sichtbare blaue, rote oder violette Blutgefäße, sogenannte Teleangiektasien bilden. Dies sind feine Blutgefäßerweiterungen in der Haut, die sehr empfindlich auf Temperaturänderungen reagieren. Besonders beim Wechsel von Kälte auf Wärme blühen die Wangen auf, was den Betroffenen meist unangenehm ist.

Rosazea - Bei der Rosazea, einer chronischen Hauterkrankung, können sich neben den Blutgefäßerweiterungen auch Eiterknötchen bilden. Man findet aber im Gegensatz zur Akne keine Mitesser. Nicht selten entwickeln sich weiter diffuse Bindegewebs- und Talgdrüsenwucherungen. Die eigentliche Ursache für Couperose und Teleangiektasien ist noch immer unbekannt. Sie sind häufig erblich bedingt. Frauen sind etwas häufiger befallen als Männer. Hormonelle Faktoren, Bluthochdruck, UV-Strahlung und Stoffwechselstörungen spielen vermutlich auch eine Rolle. Zur Behandlung der Gefäßerweiterungen stehen unterschiedliche Lasersysteme zur Verfügung. Der früher eingesetzte Argonlaser ist mittlerweile überholt. Der gepulste Farbstofflaser, der Quantum IPL Laser und der langgepulste Nd:YAG-Laser sind gleichbedeutend, haben jedoch unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Blutschwämmchen sind stecknadelkopf- bis linsengroße rote Flecken oder kleine Knötchen, die aus erweiterten kleinen Blutgefäßen bestehen und überall am Körper auftreten können. Sie sind nicht gefährlich, stören aber kosmetisch. Eine Entfernung ist je nach Größe der Blutschwämmchen meist in einer Sitzung möglich.

Erythrophobie – Die Angst vor dem Rot werden

Rot werden kann an eine ausgeprägte soziale Phobie gekoppelt sein. Die Angst vor dem Erröten gilt dann als vergleichbar zu anderen Ängsten vor Körperreaktionen – etwa Übelkeit, Zittern, Harndrang –, die allesamt vor dem Hintergrund einer sozialen Angst zu sehen sind. Dabei können sich Beschwerden wie Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen manifestieren. Die betreffende Person meint manchmal, dass eine dieser sekundären Manifestationen der Angst das primäre Problem darstellt.

Medikamente gegen das Rot werden

Medikamente gegen das „Rot werden“ bekämpfen nicht die zu Grunde liegenden Ängste, sondern nur deren Auswirkungen. Weiterhin müssen die Medikamente dauerhaft eingenommen werden und haben viele Nebenwirkungen. Der Körper gewöhnt sich irgendwann an die Medikamente und die Dosierung muss höher angesetzt werden. Eine höhere Dosierung verursacht neben der Abhängigkeit auch oft kritischere Nebenwirkungen.

  • Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt werden:
  • Psychopharmaka bei Angstzuständen mit Oxazepam
  • Antidepressiva mit Sertralin oder Paroxetin
  • Betablocker
  • Blutdrucksenkende Arzneimittel mit Moxonidin

Alternative Behandlungsmethoden

  • Selbsthilfegruppen und Gruppentherapien zu Erythrophobie
  • Erfahrungsaustausch unter Betroffenen
  • Angenommen sein in einer Gruppe von Menschen die an der gleichen Problematik leiden
  • In einer geschützten Gruppe Probleme diskutieren
  • Erfahrungsaustausch über erfolgreiche Selbsthilfemöglichkeiten
  • Erfahrungsaustausch über professionelle Therapiemöglichkeiten

Tipps gegen das Rot werden

  • Die Angst vor dem Rot werden bekämpfen, heißt sich ihr stellen und es zu akzeptieren. Im Verlauf von Monaten reduziert sich die Angst und damit das Erröten.
  • Gruppentherapien helfen sich weniger als Ausnahme zu fühlen
  • Sehr warme Bereiche meiden. Warme Umgebung fördert das Rot werden.
  • Alkohol meiden
  • Scharfe Gerichte meiden
  • Lebensmittel mit hohem Histaminanteil meiden
  • Hygieneartikel mit Alkohol und Duftstoffen meiden
  • Ausdauersport oder Sport, der zum Überhitzen des Körpers führt meiden

Fazit: 

OperationsartBeispiel Lasern mit lokaler Betäuung
OperationsdauerMehrere Sitzungen von bis zu 15 Min - 30 Min
Art der Behandlung
  • durch einen Argonlaser werden die Gefäße millimeterweise verschlossen; die abgestorbenen Gewebeteile werden über die Lymphbahnen ausgeschieden
  • Farbstofflaser (für größere Rötungen)
ArbeitsfähigHautverfärbungen je nach Hauttyp und Umfang der Behandlung 1 Tag bis zu 14 Tage
Risiken
  • Verbrennungen
  • Narbenbildung
  • Pigmentstörungen bzw. Helligkeitsunterschied
  • Ausschlag
  • Entzündungen
HaltbarkeitAn den operierten Stellen ist meist eine dauerhafte Heilung möglich. Es können an anderer Stelle jedoch wieder Rötungen entstehen.

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum

Nach der Operation:

  • keine Sonnenbestrahlung
  • für 2-4 Wochen keine Saunabesuche
  • für 1-2 Wochen keine schweren körperlichen Belastungen
  • Auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für 4 Wochen verzichten

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